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08.04.2008 

Viele Branchenexperten rechnen nun frühestens 2009 mit einem Verkauf der Bank mit einem Börsenwert von rund zehn Mrd. Euro. Die Analysten von Merck Finck weisen aber auf Risiken einer Verschiebung hin. So könne eine reine Privatkundenbank bei einer Erholung der Kapitalmärkte und damit wieder höheren Gewinnen im Investmentbanking an Attraktivität verlieren, schrieben sie in einer Kurzstudie. Dass es letztlich zu einem Verkauf kommt, gilt unter Experten als weitgehend sicher. "Die Post braucht keine Bank für ihr Logistikgeschäft", sagte Hein.

Die beiden deutschen Marktführer Deutsche Bank und Commerzbank haben bereits Interesse an dem Institut mit seinen 15 Mill. Kunden angemeldet. Zuletzt wurde auch über eine Dreierfusion aus Dresdner Bank, Commerzbank und Postbank spekuliert. Appel äußerte sich hierzu aber zurückhaltend. Ein Bündnis müsse immer auch in der praktischen Zusammenarbeit bestehen können, sagte er. Auch ausländische Geldhäusern dürften den Finger heben, da sie sich so mit einem Schlag einen großen Teil des von Sparkassen und Genossenschaftsbanken dominierten deutschen Privatkundenmarktes sichern könnten. Hier erwarten einige Experten aber Widerspruch der Bundesregierung - allerdings läuft deren Vetorecht bei einem Verkauf der Postbank Ende dieses Jahres aus.

Der Verkauf der Post-Tochter sollte in diesem Jahr eigentlich den Auftakt zur viel geforderten Konsolidierung des zersplitterten deutschen Bankenmarktes bilden. Die Ratingagentur Moody's sieht in einem solchen Schritt aber keine echte Lösung für die Rentabilitäts-Probleme der Branche. "Das wäre nicht der Befreiungsschlag", sagte der Leiter des Frankfurter Moody's -Analystenteams, Johannes Wassenberg. Auch nach einem Zusammenschluss von zwei Großbanken gebe es noch zu viele andere Geldhäuser im Markt.

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