Nur wenige Abweichler: Sparkassen bieten fast geschlossen für Landesbank Berlin

Nur wenige Abweichler
Sparkassen bieten fast geschlossen für Landesbank Berlin

Die Landesbank Berlin, die ehemalige Bankgesellschaft, steht alsbald zum Verkauf. Lange Zeit war unklar, ob auch die Sparkassen mitbieten wollen, denn mit der LBB wechselt auch die Berliner Sparkasse den Besitzer. Der Verband konnte die Institute aber um sich scharen.

HB BERLIN. Mehr als 400 der bundesweit rund 449 Sparkassen hätten sich dafür entschieden, unter dem Dach des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes in Berlin anzutreten, sagte DSGV-Präsident Heinreich Haasis am Donnerstag in Berlin. „Wir haben 4 Mrd. Euro Eigenkapital eingesammelt.“ Das Verfahren laufe noch. Voraussichtlich würden sich noch weitere Sparkassen an dem Konsortium beteiligen.

Für Haasis ist die Zahl der Sparkassen ein Riesenerfolg. Denn in der Vergangenheit war mehrfach daran gezweifelt worden, dass er für sein Vorhaben, die LBB zu kaufen, den nötigen Rückhalt bei den Instituten hat. Hätten ihm die Sparkassen das Ja verweigert, wären die Chancen gestiegen, dass mit der LBB auch die Berliner Sparkasse an einen privaten Investor fällt. Ein Novum in Deutschland.

Für die LBB haben 19 Banken und Finanzinvestoren ihr Interesse bekundet. Neben der WestLB haben auch die Landesbanken in Stuttgart und München sowie die HSH Nordbank ihren Hut in den Ring geworfen. Das Land Berlin, das 81 Prozent der Anteile an der LBB hält, muss sich auf Druck der EU bis Ende des Jahres von der Bank trennen. Im Gegenzug erlaubt die Kommission milliardenschwere Beihilfen zur Sanierung der LBB.

Haasis stellte klar, dass die Sparkassen unabhängig von den vier ebenfalls bietenden Landesbanken ins Rennen gehen. „Wir bieten alleine, es gibt kein Beteiligungsmodell Sparkassen/Landesbanken“, sagte er.

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