0 Bewertungen
25.07.2007 
Gefälschte Verträge

Österreicher erleichtert LBBW um Millionen

Ein Österreicher hat Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zufolge die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) um 3,4 Mill. Euro betrogen. Der Trick, mit dem er das Geld ergaunerte, war simpel aber genial.

In der Stuttgarter LBBW-Zentrale fiel der Schwindel erst spät auf. Foto: dpaLupe

In der Stuttgarter LBBW-Zentrale fiel der Schwindel erst spät auf. Foto: dpa

HB DÜSSELDORF. Der 34-Jährige sei bei der Bank als Schweizer Geschäftsmann aufgetreten und habe ihr Forderungen an Unternehmen verkauft, die sich als „Totalfälschungen“ erwiesen, berichtete Oberstaatsanwalt Peter Lichtenberg am Mittwoch in Düsseldorf und bestätigte einen Bericht der Tageszeitung „Express“. „Das waren tolle Verträge, leider stimmte gar nichts.“ Die Staatsanwaltschaft hat den Mann wegen Betruges und versuchten Betruges angeklagt.

Nach dem Coup in Stuttgart soll es der Österreicher erneut bei der LBBW und bei einer Düsseldorfer Filiale der KBC-Bank versucht haben. Dort wollte er 12,3 Mill. Euro mit gefälschten Forderungen etwa gegen den Stromkonzern RWE erbeuten. „Der siebte Sinn eines Bank-Mitarbeiters ist ihm dabei zum Verhängnis geworden“, sagte Lichtenberg. Der KBC-Banker fragte bei RWE nach und stellte dabei fest, dass die Forderungen nicht existierten. Daraufhin wurde der Österreicher in Düsseldorf festgenommen.

Auf dem Computer des Mannes fanden sich Daten, die auf den Betrug bei der Landesbank hinwiesen. Die Bank soll zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht bemerkt haben, geleimt worden zu sein. Die Millionen seien verschwunden. „Das Geld ist weg“, sagte Lichtenberg. Die Spur führe in Richtung Schweiz.

Ende August soll dem 34-Jährigen vor dem Düsseldorfer Landgericht der Prozess gemacht werden.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

Blogkommentare zu diesem Artikel

Anzeige

Vorhersage Deutschland

weiterImmobilien + Vorsorge

Die vergessenen Diplomatenvillen in Bonn  Artikel in Merkliste

04.07.2009

Die Fensterscheiben sind zerschlagen, am Treppenaufgang türmt sich Unrat: Die frühere Botschaft von Kongo ist eine von 24 Bonner Diplomatenvillen, die seit dem Umzug der Bundesregierung nach Berlin leer stehen und langsam, aber sicher zu vergammeln drohen. Dabei seien die meisten dieser Gebäude durchaus zu vermarkten sagt Cordula Faust von der Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn. Artikel


Handelsblatt Marktplatz

Wollen Sie möglichst viel Geld vom Finanzamt zurück? Die KONZ Steuersoftware mit 1000 ganz legalen Steuertricks hilft Ihnen dabei. Weiter