Eine Fusion von WestLB und Helaba ist offenbar vom Tisch. Es gebe Signale von Sparkassen, dass ein solcher Zusammenschluss mehr Risiken als Chancen mit sich bringe, sagte der hessische Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU). Das Land Nordrhein-Westfalen klammert sich nun an einen Strohhalm.
Das Logo der WestLB vor der Zentrale der Bank in Düsseldorf. Die Suche nach einem Partner für die angeschlagenen Bank wird immer schwieriger. Foto: dpa
HB BERLIN. Es scheine sich die Tendenz abzuzeichnen, dass die Sparkassen als Mehrheitseigentümer der Helaba nicht in konkrete Fusionsgespräche mit den WestLB-Eigentümern einsteigen würden“, sagte Rhiel am Donnerstag bei einer Branchenveranstaltung in Berlin. „Das Land Hessen wäre noch einen Schritt weitergegangen. Wir hätten gerne noch die Prüfungsergebnisse abgewartet.“
Der nordrhein-westfälische Finanzminister Helmut Linssen hofft noch auf ein Machtwort von oben. „Ich gehe davon aus, dass der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) noch mit seinen Brüdern und Schwestern sprechen wird“, sagte der CDU-Politiker. Er könne die Gründe für die Ablehnung in Hessen nicht nachvollziehen. Auf die Frage, was mit der WestLB passiere, wenn die Fusion nicht klappe, sagte Linssen lapidar: „Dann schauen wir mal.“ Die Zukunft der wegen Fehlspekulationen im Eigenhandel und der US-Hypothekenkrise angeschlagenen WestLB stünde damit auf noch wackligeren Beinen.
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Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) hatte die Bundesregierung bereits am Mittwoch angesichts der Krise der Landesbanken zum Handeln aufgerufen. Die Regierung müsse eine „aktive Rolle“ bei der Neuordnung des Sektors spielen, forderte Rüttgers. Immer neuen Verlustmeldungen aus dem Lager der Institute zeigten, dass eine „bundesweite Krise“ ausgebrochen sei.
Sowohl DSGV-Präsident Heinrich Haasis als auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) drängen angesichts der akuten Probleme bei den Landesbanken auf rasche Fusionen unter den noch sieben eigenständigen Instituten.
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