Die angeschlagene WestLB kann bei der Suche nach einem Partner nicht auf die sparkasseneigene Landesbank Berlin (LBB) zählen. "Die LBB ist im Kern eine Sparkasse und steht nicht für die Konsolidierung der Landesbanken zur Verfügung", sagte eine Sprecherin des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) am Montag.
Logos der WestLB und einer Sparkasse. Der Sparkassenverband lehnt eine Partnerschaft von WestLB und Landebank Berlin ab. Foto: dpa
HB DÜSSELDORF. Der Verband hält 98,6 Prozent der Anteile an der Bank. Auch als Partner in einem Verbund aus WestLB, Helaba und der DekaBank kommt die LBB demnach nicht in Frage.
"Wir befinden uns in einer Phase, in der jeder mit jedem spricht", sagte eine Sprecherin des nordrhein-westfälischen Finanzministeriums nur. An Spekulationen über einzelne Modelle wolle man sich nicht beteiligen. Mehrere Anläufe für eine Fusion der von Fehlspekulationen getroffenen WestLB waren gescheitert. Die Sparkassen in Hessen und Thüringen hatten einem Zusammengehen von WestLB und Helaba eine Absage erteilt, eine Fusion von WestLB und LBBW war aus der Politik torpediert worden. Breuer ist Präsident des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbands (RSGV). Der RSGV und der Westfälisch-Lippische Sparkassen- und Giroverband (WLSGV) halten je über 25 Prozent der Anteil an der WestLB.
Am Donnerstag tritt der Aufsichtsrat der WestLB zusammen. Bei der Sitzung dürften die Pläne für eine Restrukturierung des Kreditinstituts im Mittelpunkt stehen. Die WestLB will diese am 8. August der EU-Kommission vorlegen. Die Eigentümer unter Führung des Landes Nordrhein-Westfalen hatten der WestLB Garantien in Höhe von fünf Mrd. Euro zur Verfügung gestellt, mit denen sie für riskante Investments der Bank im Umfang von 23 Mrd. Euro bürgen. Die EU-Kommission hatte die Garantie Ende April als Rettungsbeihilfe genehmigt, weil sie zeitlich befristet sei und rückgängig gemacht werden könne, aber die Vorlage des Sanierungsplans verlangt.

