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27.02.2008 
Jumbo-Pfandbriefe

Pfandbriefbanken fordern Reform

Die Pläne für eine Reform des Handels mit Jumbo-Pfandbriefen nehmen Gestalt an. Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (VDP) drängt auf die Einführung einer neuen elektronischen Handelsplattform. Diese soll den Markt transparenter und den Handel wieder voll funktionsfähig machen.

cü FRANKFURT. „Im Zweifelsfall werden wir dies als deutschen Alleingang durchsetzen; ich bin aber zuversichtlich, dass andere Länder mitziehen", sagte Henning Rasche, VDP-Präsident und Vorstand der Eurohypo gestern in Frankfurt. Auf europäischer Ebene werden die Pläne seit Dezember diskutiert.

Bei Jumbo-Pfandbriefen und entsprechenden europäischen Covered Bonds im Jumbo-Format ab einer Mrd. Euro sind die Konsortialbanken als so genannte Market Maker dazu verpflichtet, sich gegenseitig An- und Verkaufskurse in engen genau definierten Spannen zu stellen. Damit soll die Liquidität der Papiere gesichert werden. Pfandbriefe und ihre europäischen Covered-Bond-Pendants sind Anleihen von Banken, deren Zins- und Tilgungszahlungen mit Krediten an die öffentliche Hand oder Hypotheken gedeckt sind. Die Papiere gelten mit Blick auf Zahlungsausfälle als sehr sicher.

Seit dem Ausbruch der Subprime-Krise im vergangenen Sommer hakt es aber im Jumbo-Handel. Vor allem die Risikoaufschläge britischer und spanischer Jumbos sind seit dem deutlich gesteigen. Das zieht auch die deutschen Jumbos in Mitleidenschaft und macht die Emittenten als auch die Institute im Handel nervös. Die Banken handeln seit August nicht mehr auf den elektronischen Systemen wie zum Beispiel MTS, sondern stellen sich Kurse nur noch am Telefon.

Zudem wurden die Regeln mehrfach gelockert etwa, indem die Handelsspannen erweitert wurden. Seit Januar ist der Markt zweigeteilt. Je nach Höhe der Risikoaufschläge sind unterschiedliche Geld/Brief-Spannen möglich. "Dieser Kompromiss hat etwas Ruhe in den Markt gebracht, kann aber keine Dauerlösung sein", betonte Rasche.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Kurse sollen nur auf Anfrage gestellt werden.

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