Bessere Chancen wird dem Buyout-Segment eingeräumt, wo etablierte Mittelständler oder Abspaltungen von Konzernen gekauft werden. Die Private-Equity-Fonds halten diese Unternehmen einige Jahre und bauen sie um. Danach bringen sie die Firmen an die Börse oder sie verkaufen sie in der Regel zu einem höheren Preis weiter. Ein Beispiel für das wachsende Engagement in diesem Bereich ist der Finanzinvestor CVC, bei dem Asien schon ungefähr 25 Prozent des globalen Geschäfts ausmacht. 2005 hatte CVC seinen jüngsten Asien-Fonds über knapp zwei Mrd. Dollar aufgelegt. „Wir investieren hauptsächlich in die reiferen Märkte, also Japan, Australien, Korea und Singapur, aber auch zunehmend in China“, sagt Managing Partner Steve Koltes. Für SCM-Chef Hepp wird der Boom noch anhalten, vorausgesetzt, es gibt keine größeren Turbulenzen bei den Währungen. Wenn Indien und China nicht volkswirtschaftlich aus der Spur kommen, werde sich der Trend fortsetzen, so Hepp.
Geldschwemme
Der asiatische Markt hat aus Sicht von Finanzinvestoren großes Aufholpotenzial. Während in den USA 23 Prozent des gesamten Investitionsvolumens auf Beteiligungsgesellschaften entfallen, sind es in Fernost lediglich sieben Prozent. Zuletzt haben Finanzinvestoren kräftig eingekauft. Allein 2006 betrug das Transaktionsvolumen 32,4 Mrd. US-Dollar, 2004 waren es noch 7,9 Mrd. Dollar.

