Privatkundengeschäft: Commerzbank sieht langsame Genesung

Privatkundengeschäft
Commerzbank sieht langsame Genesung

Privatkundenvorstand Martin Zielke freut sich über Erfolge der neuen Privatkunden-Strategie. Fast eine Viertelmillion neue Kunden habe die Commerzbank 2012 begrüßt. Gewinn wirft die Spart aber noch lange nicht ab.
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FrankfurtDie Commerzbank beobachtet erste Erfolge ihrer neuen Privatkunden-Strategie. „Netto haben wir im vergangenen Jahr mehr als 230.000 Kunden gewonnen. Und auch 2013 legen wir weiter zu“, sagte Privatkundenvorstand Martin Zielke in einem Interview mit dem Handelsblatt. Das Wachstum bei Immobilienkrediten habe sich auch in diesem Jahr fortgesetzt.

„Das Neugeschäft in der Baufinanzierung liegt in den ersten beiden Monaten 2013 um fast 50 Prozent über dem Vorjahreszeitraum“, so Zielke. Auch das Girokonto mit Zufriedenheitsgarantie, bei dem Kunden 50 Euro Abschiedsprämie erhalten, wenn sie es nach 15 Monaten wieder kündigen, ist in seinen Augen ein Erfolg: „Bisher nutzen es bereits mehr als 80.000 Kunden“, sagte der Commerzbank-Manager.

In höheren Erträgen wird sich das Wachstum im Kundengeschäft aber erst mit Verzögerung niederschlagen: „Wir investieren bis 2016 massiv in unser Geschäft“, sagte Zielke. Die höhere Kundenzufriedenheit und das Wachstum bei Konten und Einlagen zeigten, dass der Umbau greife. „Wir erwarten, dass unsere Maßnahmen im Privatkundengeschäft ab 2014 auf der Ergebnisseite zunehmend wirken“, sagte Zielke. In diesem Jahr geht die Bank laut ihres Geschäftsberichts davon aus, dass die Sparte überhaupt keinen Gewinn abwerfen wird.

Die Privatkundensparte ist eine der großen Baustellen der Commerzbank. Trotz der Übernahme der Dresdner Bank 2008 wirft die Sparte bis heute nicht die erhofften Erträge ab. Von den ursprünglichen Plänen, eine Milliarde Euro in der Sparte zu verdienen, ist die Bank längst abgerückt. Das neue Ziel lautet, bis 2016 operative Erträge in Höhe von 500 Millionen Euro zu erzielen.

Kommentare zu " Privatkundengeschäft: Commerzbank sieht langsame Genesung"

Alle Kommentare
  • Das mit dem Schrott stimmt schon - und er heißt "Dresdner".
    Dass die CoBa in den letzten 4 Jahren massiv zu kämpfen hatte, dürfte klar sein. Aber die Anlässe waren allesamt externe. Und bei den globalen Einflüssen der Finanzkrise hat sich die CoBa immernoch gut gehalten. Das Investment ist sicher nur etwas für langfristig orientierte Anleger. Aber über die Erfolgsaussichten freue ich mcih jedes Mal, wenn ich mich eiter zu günstigen Preisen eindecken kann.

    Also nur zu, verkauft Eure Anteile. Ich staube sie dann günstig ab und werde in 5 Jahren tolle Redniten haben!

  • Diese Bank sollte für immer verschwinden,ich habe ,,nur"ca 30000€ bei diesen ,,Kundenberatern" verloren

  • Die Coba ist der Vorreiter in Sachen: Gewinne kapitalisieren und die Verluste sozialisieren ! Herr Blessing verzichtet angeblich auf seine Boni und gleichzeitig verdoppelt er seine jährlichen Bezüge !!! Es wird Zeit, dass man diese Bank schlíesst und nicht auf Kosten der Steuerzahler weiter ernährt !

  • Bye Bye Vorstand - Bye Bye Coba - Wir brauchen Eure Lügen, Eure Fehler und Eure Bank nicht (mehr)! Wer über fünf Jahre keine nennenswerten Gewinne erzielt, der hat seinen Job verfehlt oder einen Schrotthaufen übernommen!

  • Ihre Meinung kann ich bestätigen.

    Die "kostenlosen" Produkte - also das Giro-Konto - haben mich überzeugt.

    Mehr „Commerzbank“ braucht man aber nicht.

    Ich wurde dann auch mal zu einer "Beratung" eingeladen. Empfohlen wurde mir die Kapital-Lebensversicherung sowie geschlossene Fonds. Die Konditionen für das Depot sind aus Kostengründen inakzeptabel. Aha……. Schön für die Provision des Beraters und der Bank.

    Tja, das Cross-Selling wird wohl bei mir nicht aufgehen: Wir bleiben bei ETFs, Sparbriefen, Direktanlagen in Immobilien und Aktien und einem streng kostenorientierten Ansatz. Gemanagte Fonds kann man über die Börse ohne Ausgabeaufschlag kaufen…..


  • Ich habe mein Konto bei der Coba und werde gut bedient und finde die Konditionen i.O. Wer jetzt gemerkt hat, daß Aktien auch mal fallen können, sollte sein Risiko besser streuen und neben der Coba auch mal einen ETF o.ä. ins Depot legen. Punkt. Sorry, mein Mitleid hält sich da sehr in Grenzen.

  • Dieses Privatkundengeschäft ist doch neben der Mittelstandsbank der einzig werthaltige Bereich der Bank. Was allerdings auf Seiten der Eurohypo und Schiffsbank bzw. NonCorAssets immer wieder in einer stoischen Handlungsweise abgewickelt wird, kann in den gesunden Geschäftsbereichen nie und nimmer aufgebracht werden. Hier findet Kapitalvernichtung statt, ohne echte Restrukturierungsanstrengung oder Sanierungskonzepte. Portfolios werden einfach verrammscht, ohne dass ein einziger Manager oder Vorstand zur Verantwortung gezogen wird. Müller und Blessing sollten hier Verantwortlichkeiten definieren oder übernehmen.

  • Mir ist der Laden definitiv zu wacklig. Sobald ich wieder einmal ins Städtchen komme, kündige ich das letzte, noch aus Dresdner Zeiten stammende Sparbüchlein, auch wenn es deutlich unter 100k liegt.

    Auf eine Beteiligung an der nächsten Bruchlandung der Commerziellen Profi-Pleitisten lege ich keinen Wert. Je nach dem, was die in Brüssel oder im Berliner Führerbunker gerade rauchen, muß man es ausbaden oder nicht. Und "nicht" ist für mich alternativlos. Sicher ist sicher.

  • Bin gerne Kunde bei der Commerzbank. Hier wird man wie ein geschätzter Kunde behandelt. Die Konditionen sind fair, das Online Banking ist optimal und die Mitarbeiter in den Filialen sind zuvorkommend und höflich.
    Das geh ich sicher in keine Sparkasse oder Volksbank. Die benehmen sich mittlerweile genauso wie ihre Kollegen in der damaligen DDR. Wenn diese Institutionen börsennotiert wären, würde sich der Kurs sicher längst im negativen Bereich befinden .....

  • "Himmelschreiender Unterschied zwischen Sein und Schein, zwischen Anspruch und Wirklichkeit."


    Laut der "Financial Times" hat die Bundesbank eine Untersuchung des Derivatehandel der Deutschen Bank gestartet. Die Bank soll während der Finanzkrise Verluste in Milliardenhöhe durch den Handel von Kreditderivaten versteckt haben.

    vor 3 Min (20:40) - Echtzeitnachricht

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