Probleme bei Finanzierung: Northern Rock droht die Verstaatlichung

Probleme bei Finanzierung
Northern Rock droht die Verstaatlichung

Der britische Finanzminister Alistair Darling fürchtet, dass sich für die Krisenbank Northern Rock kein Käufer finden könnte. Damit räumte Darling vor einem Parlamentsaausschuss erstmals offen ein, dass der Bank die Verstaatlichung droht. Die Aktionäre müssten damit rechnen, dass ihre Papiere wertlos sein könnten.

LONDON. Northern Rock war im Herbst in Finanznot geraten und musste vom Staat mit Notkrediten von 25 Mrd. Pfund gestützt werden. Derzeit versucht die Regierung, einen Käufer zu finden, um möglichst schnell wenigstens einen Teil des Geldes zurück zu bekommen. Verhandelt wird mit dem Virgin Konzern und der Olivant-Gruppe des Finanziers Luqman Arnold. Beide wollen bis zu 15 Mrd. Pfund der Darlehen sofort zurück bezahlen. Aber offenbar gibt es Probleme bei der Finanzierung, obwohl ein Konsortium, an dem die Deutsche Bank beteiligt ist, ein Finanzierungspaket von 15 Mrd. Pfund zugesagt hat.

Derzeit versucht die Investmentbank Goldman Staatsfonds in China und dem Nahen Osten zu gewinnen. Experten gehen davon aus, dass Darlings Äußerungen vor allem auf die neuen Großaktionäre von Northern Rock zielen. Die Hedge-Fonds SRM und RAB Capital wollen einen vorschnellen Verkauf verhindern, weil sie fürchten, dass die Bieter kaum etwas für das Eigenkapital von Northern Rock bezahlen. Deshalb haben die Fonds für kommenden Dienstag eine Hauptversammlung einberufen, auf der eine Vorentscheidung über das Schicksal des Baufinanzierers fallen wird.

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