Provinzial in der Kritik: Warum man keine halbnackten Babys posten sollte

Provinzial in der Kritik
Warum man keine halbnackten Babys posten sollte

Unter der Überschrift #weilsmirwichtigist wollte die Provinzial Rheinland eigentlich nur eine nette Image-Kampagne starten. Doch der Aufruf, Kinderbilder zu posten, kam im Social Web gar nicht gut an.
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DüsseldorfEin Shitstorm ist es nicht. Aber so richtig erfolgreich läuft die aktuelle Social-Media-Kampagne der Provinzial Rheinland bisher auch nicht. Doch von vorn: In der vergangenen Woche hat die Provinzial Rheinland, die zur Sparkassen-Finanzgruppe gehört, dazu aufgerufen, bei Twitter, Instagram, Facebook oder Google+ Fotos von Dingen zu posten, die „die Welt ein wenig bunter machen“ und den Nutzern ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Alle Beiträge, die mit dem Hashtag #weilsmirwichtigist versehen sind, landen automatisch in einer Bildergalerie, die auf weilsmirwichtigist.de durchstöbert werden kann. Als zusätzlichen Anreiz spendet das Versicherungsunternehmen jede Woche 1000 Euro für einen guten Zweck, über den die User entscheiden.

Eigentlich eine runde Sache– wäre da nicht das Bild, das die Provinzial getwittert hat, um auf die Aktion aufmerksam zu machen: Über dem Hashtag #weilsmirwichtigist ist da ein kleines Kind mit großen Augen und nackten Schultern zu sehen. Dazu die Aufforderung, ähnliche Fotos zu veröffentlichen: „Dein #Nachwuchs ist dir das Liebste auf der Welt? Zeig es uns und unterstütze einen guten Zweck.“

Kinderfotos im Netz? Nicht erst seit der Edathy-Affäre werden da viele hellhörig. Tatsächlich beschweren sich direkt unter dem Provinzial-Tweet einzelne Nutzer über die Aufforderung des Unternehmens. Unter anderem heißt es, die Provinzial habe sich mit dem Kinderfoto den „Fauxpas der Woche“ der Woche erlaubt, die Kampagne sei „dilettantisch“, „verantwortungslos“ und „unglaublich“.

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„Das Internet vergisst nie“

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