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05.06.2007 
Bei Übernahme

RBS geht pfleglicher mit ABN-Mitarbeitern um

Dass bei geglückter Übernahme der niederländischen Großbank ABN Amro Tausende Stellen wegfallen werden, steht fest. Wie sich abzeichnet, würde aber das Konsortium um die Royal Bank of Scotland weit weniger Menschen arbeitslos machen als die ebenfalls um ABN buhlende Barclays Bank.

HB LONDON. RBS-Chef Fred Goodwin erklärte am Dienstag, im Falle der Übernahme dürften rund 19 000 Stellen wegfallen. Die britische Barclays will 23 600 Stellen streichen, wenn sie bei ABN zum Zuge kommt. RBS hat jedoch bei ihren Gesprächen mit der Bank of America über das Schicksal der US-amerikanischen ABN-Tochter La Salle bislang noch keinen Kompromiss erzielt. Beide Schätzungen zu Stellenstreichungen klammern La Salle aus.

Das Konsortium will ABN nur kaufen, wenn es auch die US-Sparte bekommt. Die RBS selbst will sich La Salle sichern; die beiden Konsortilalpartner Santander aus Spanien und Fortis aus den Niederlanden wollen den Rest von ABN unter sich aufteilen.

Die ABN-Führung gibt bislang der rund 10 Prozent niedrigeren Barclays-Offerte den Vorzug und hatte zeitgleich mit ihrer Zustimmung hierzu den Verkauf von La Salle an die Bank of America beschlossen. Dieser wurde inzwischen aber durch Klagen von ABN-Aktionären gestoppt, die darin eine Giftpille für die mit 71 Mrd. Euro einträglichere ABN-Übernahme durch das RBS-Konsortium sehen.

„Ich sehe hier derzeit keine besondere Eile“, sagte RBS-Chef Goodwin bei einer Analystenkonferenz zu La Salle. RBS habe bereits Gespräche mit der Bank of America geführt und könne diese wieder aufnehmen. Derzeit fänden jedoch keine Verhandlungen statt.

In Finanzkreisen heißt es, dass die Schotten mit der Bank of America bereits große Fortschritte über eine gütliche Einigung im Fall La Salle erreicht hätten. Ziel sei es, das umstrittene Geldhaus aufzuteilen. Die Bank of America würde demnach die 141 La-Salle-Filialen in Chicago übernehmen, während die RBS den Zuschlag für das Großkundengeschäft und die Marke La Salle erhalten würde.

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