Die Münchener Börse weist in den einzig verfügbaren Unterlagen für 2006 einen Bilanzgewinn von sieben Mill. Euro aus. Operativ, heißt es, sei das Ergebnis „ausgeglichen“. Der Handelsplatz an der Isar profitiert allerdings von eigenen Finanzanlagen, die sich 2006 auf 65 Mill. Euro beliefen. Zudem gilt der Träger, der „Münchener Handelsverein“, als vermögend.
Transparenter als die Konkurrenz sind die Stuttgarter. 1997 noch eine Börse unter vielen, setzte man in Schwaben Ende der 90er-Jahre auf den Zertifikatehandel und ist damit heute – wenn auch mit großem Abstand – die Nummer zwei der Branche. 2007 lag das operative Ergebnis der Börse Stuttgart AG bei 13,3 Mill. Euro nach zwölf Mill. Euro im Vorjahr.
Am verschlossensten zeigt sich die Börse Hamburg/Hannover. Sie wollte es vor Jahren Stuttgart nachmachen und mit einer Idee punkten, auf die der Marktführer Frankfurt noch nicht gekommen war. So zog man im hohen Norden sehr erfolgreich den börslichen Handel mit Investmentfondsanteilen auf. Mittlerweile hat Frankfurt den Hanseaten aber mit seiner Marktmacht den Rang abgelaufen. Nun braucht man auch im Norden eine neue Idee.

