Ganz unabhängig von den Subprime-Folgen treiben zudem die langfristigen Interessen der Großinvestoren und daher auch der Anbieter Aufkäufe und Fusionen voran. Institutionelle Anleger suchen nach Mehrrendite. "Sie lassen sich auch durch die Subprime-Krise nicht irritieren", sagt Edelmann. Er nennt als Beispiel Pensionskassen wie Calpers, die vor kurzem ihre Quoten an Alternativinvestments erhöht haben. Ganz konkret sagt Phillips: "Rund um die Welt suchen die Fondshäuser weiterhin nach Hedge-Fonds-Expertise."
Die Beteiligungen von Lehman
Brothers oder des US-Investmenthauses Legg Mason
an Hedge-Fonds-Firmen sind nur zwei Beispiele unter vielen. Im vergangenen Jahr zählte der Börsengang des Hedge-Fonds- und Private-Equity-Hauses Blackstone zu den größten Transaktionen. Auf diesem Feld mischen mittlerweile auch die Staatsfonds mit. "Die Fonds von Abu Dhabi und Dubai beteiligten sich an Och-Ziff und Apollo", sagt Edelmann. Er hat noch eine weitere Alternative im Blick: "Wir könnten auch Abspaltungen aus Investmentbanken sehen, die dann später erworben werden könnten. Auch innerhalb des alternativen Anlagespektrums sind Zusammenschlüsse denkbar". "Private Equity und Hedge-Fonds rücken näher zusammen, allein daraus müssten sich Fusionen ergeben", erwartet Schliemann.
Die Anbieter erweitern nicht nur ihr Spektrum durch den Erwerb alternativer Investmentfirmen. Sie wollen außerdem mit einem Schritt über die Heimatgrenzen expandieren und damit neue Kunden gewinnen. "Viele US-Häuser suchen dringend Fähigkeiten zum Management internationaler Aktienportfolios", sagt Phillips. "Die Wachstumschancen liegen außerhalb der USA, und deshalb werden wir mehr solcher grenzüberschreitender Deals sehen."

