Papke sagte, er sei sicher, dass die Landespolitik in nächster Zeit über eine engere Verzahnung von Sparkassen und WestLB diskutieren werde. Das jedoch wird von den Sparkassenverbänden bisher vehement abgelehnt: „Da wird sich mit Sicherheit großer Widerstand regen“, sagte RSGV-Verbandsversammlungsvorsitzender Rosenke. Die Sparkassen fürchten bei einer stärkere Anbindung an die WestLB einen Verlust an Selbständigkeit.
Bisher ist es der WestLB per Gesetz verwehrt, ein direktes Bankengeschäft mit Endkunden aufzubauen. Dagegen ist die LBBW über die BW Bank direkt im Retailgeschäft tätig und gilt deshalb als besonders erfolgreich.
Einem Zusammengehen der WestLB mit einer anderen Landesbanken will sich Ministerpräsident Rüttgers aber grundsätzlich verschließen. „Die Landesregierung ist sich mit dem Bundesfinanzminister einig, dass es unter vom Land Nordrhein-Westfalen zu bestimmenden Konditionen sinnvoll sein kann, eine Zusammenlegung mehrerer Landesbanken in einem großen Institut anzustreben“, sagte er im Landtag.
Bildergalerie: Die dunklen Seiten der WestLB
Zumindest eine schnelle Lösung für die WestLB zeichnet sich nicht ab, auch wenn RSGV-Verbandsversammlungsvorsitzender Rosenke warnt, ohne ein klares Signal der Eigentümer drohten der WestLB wichtige Mitarbeiter verloren zu gehen.
Der WestLB-Betriebsrat hat sich unterdessen auf die Seite der Landespolitik geschlagen. Ein Zusammenschluss mit der LBBW werde „für viele den Verlust des Arbeitsplatzes“ bedeuten, zitiert am Donnerstag die Zeitung „Die Welt“ aus einem Brief des Gesamtbetriebsrats an die Eigentümer der Landesbank. Die Beschäftigen hätten Anspruch darauf, dass die Eigner alle Optionen für die WestLB prüften. Das Schreiben soll mit den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat abgestimmt sein.

