Das Management des Deutschland-Geschäfts passt sich neuen Verhältnissen im Zuge der Finanzkrise an. Auch RBS
hält Private-Equity-Deals in zweistelliger Miiardenhöhe momentan für unrealistisch. Dafür sehe man "extrem viel Aktivität" bei Übernahmesondierungen ohne Beteiligung von Finanzinvestoren.
FRANKFURT. Deals im zweistelligen Milliardenbereich sind für die Private-Equity-Häuser auf absehbare Zeit wohl nicht finanzierbar. Diese Prognose machte Jochen König, Leiter des Bereichs Structured Finance der Royal Bank of Scotland
(RBS),
gestern in Frankfurt. "Transaktionen bis in den Bereich von drei Mrd. oder 3,5 Mrd. Euro sind aber trotz der Finanzkrise derzeit möglich", so König. Er rechnet damit, dass in den kommenden Monaten eher kleinere Transaktionen bis zu 200 Mill. Euro dominieren werden, darunter zahlreiche "Secondaries", also Weiterverkäufe von Unternehmen von einem Finanzinvestor zum nächsten.
Insgesamt kehre der Markt wieder zu einem konservativeren Finanzverhalten zurück, im Februar habe man Übernahmefinanzierungen mit einem Eigenkapitalanteil von über 40 Prozent gesehen, während es in den Vorjahren in der Regel nur rund 30 Prozent waren. Dennoch ist das Geschäft für die Finanzinvestoren unverändert schwierig, wenn es um große Deals geht. Immer noch hätten die Banken rund 70 Mrd. Euro an Krediten in ihren Büchern, die nicht weiterplatziert werden konnten. Bei Ausbruch der Finanzkrise im vergangenen Jahr waren es schätzungsweise 130 Mrd. Euro im europäischen Markt gewesen.
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