Der Vorstand der Sachsen-Finanzgruppe (SFG), zu der acht Sparkassen und die SachsenLB gehören, wird exklusiv mit der WestLB über eine Beteiligung an der sächsischen Landesbank verhandeln. Die SFG soll zukünftig noch effizienter gesteuert werden.
WestLB: Sachsen steigern die Rendite
HB LEIPZIG. Der Vorstand der Sachsen-Finanzgruppe (SFG), zu der acht Sparkassen und die SachsenLB gehören, wird exklusiv mit der WestLB über eine Beteiligung an der sächsischen Landesbank verhandeln. „Das haben unsere Eigentümer entschieden", sagte der SFG-Vorstandsvorsitzende Joachim Hoof gestern in Leipzig.
Angesichts der erfolgreich gestarteten Kooperation mit der WestLB im vergangenen Jahr sei es ein Gebot der Fairness, wenn für beide Seiten über den künftigen Weg Klarheit bestünde. Natürlich sei man nicht alternativlos gewesen, sagte Hoof. Ausdrücklich haben WestLB und die SachsenLB bei der Kooperationsvereinbarung auch eine Beteiligung in Höhe von mindestens 25,1 Prozent an der sächsischen Landesbank ins Auge gefasst. Doch der Zeitplan ist angesichts schlechter Zahlen der SachsenLB durcheinander geraten. Die WestLB will ihr A-Rating nicht gefährden, die SachsenLB hat Interesse, aus eigener Kraft ihr Rating von BBB+ um eine Stufe auf ein Single A zu verbessern.
Die SFG soll zukünftig noch effizienter gesteuert werden. Bislang stehen die Eigenkapitalrendite und die Aufwands/Ertragsrelation im Vordergrund, Mitte 2006 soll noch ein weiteres Instrument dazukommen: „Wir müssen Klarheit darüber haben, mit welchem Risiko ein Euro Gewinn erwirtschaftet wird,“ sagte Vorstandsmitglied Claus Friedrich Holtmann. Für die individuell erreichte Risikoziffer soll es Zielvorgaben für die SFG-Mitglieder geben. Der SFG-Konzern konnte nach vorläufigen Angaben 2005 das Ergebnis nach Risikovorsorge um 20 Prozent auf 124 Mill. Euro steigern. Die SFG-Sparkassen steigerten ihre Eigenkapitalrendite vor Steuern um zwei Punkte auf 13,4 Prozent. fmd