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24.07.2007 
Privatbanken

Sal. Oppenheim will weltweit wachsen

Die Kölner Privatbank Sal. Oppenheim will binnen zehn Jahren eine der größten internationalen Privatbankiers der Welt sein. Dies sagte Oppenheim-Chef Matthias Graf von Krockow gegenüber dem Handelsblatt. Dazu will das Institut vor allem im Ausland expandieren.

sos KÖLN. Neben zahlreichen Beteiligungen in Europa und den USA will Sal. Oppenheim demnächst eine Niederlassung in Mailand eröffnen und noch im Juli ein Family Office im deutschsprachigen Raum dazu kaufen. Auch Vermögensverwalter entlang der Grenze zu Italien oder Frankreich wecken das Interesse der Kölner. Im kommenden Jahr soll zudem in Großbritannien zugekauft werden. Für derlei Vorhaben ist die Kriegskasse der Kölner derzeit gut gefüllt: „Eine Milliarde Euro schreckt uns nicht“, so Krockow.

Langsamer als zunächst geplant kommt dagegen die Expansion nach Osteuropa in Gang. So verschiebt sich die Eröffnung der Warschauer Dependance vom kommenden Herbst auf das Frühjahr 2008. Dann soll auch eine Repräsentanz in der ungarischen Hauptstadt Budapest um reiche Privatkunden werben. Auch Kiew und Moskau sind laut Krockow „interessante Märkte“, man nähere sich Ihnen aber so, wie sich die Igel liebten: sehr, sehr vorsichtig.

Eine klare Absage erteilte der Graf dagegen Gerüchten über einen Verkauf der Frankfurter Tochter BHF. „Die Bank steht nicht zur Disposition“, sagte er. Sal. Oppenheim hatte das ins Schlingern geratene Institut im Oktober 2004 für rund 600 Mill. Euro von der niederländischen Großbank ING gekauft. Die BHF sollen Oppenheims Türöffner in Asien sein, auch wenn man dort selber expandiere: In Hongkong will Krockow noch in diesem Jahr ein eigenes Büro eröffnen, im Reich der Mitte will das Institut IPO-willige chinesische Unternehmer auf das Frankfurter Parkett locken. „Wir haben fünf bis zehn Kandidaten für einen Börsengang in Frankfurt“, so Krockow.

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