Die spanische Banco Santander
profitiert von einem starken Wachstum in Lateinamerika. Die Großbank erwartet im laufenden Jahr einen kräftigen Gewinnanstieg. Zu Gerüchten über ein Interesse an der Dresdner Bank wollte sich das Unternehmen nicht äußern.
HB SANTANDER
. Vor allem dank eines starken Wachstums in Lateinamerika werde das Nettoergebnis aus dem fortlaufenden Geschäft wohl um 23 Prozent auf über zehn Milliarden Euro steigen, sagte Verwaltungsratschef Emilio Botin bei einem Aktionärstreffen am Samstag. Die Bank halte an ihrem Ziel fest, den Gewinn je Aktie um 15 Prozent zu steigern. Botin gab sich zudem zuversichtlich, dass das Schlimmste der Kreditmarktkrise, die viele Großbanken schwer getroffen hat, überstanden sei. "Langsam sollte sich Normalität auf den Weltmärkten einstellen", sagte er.
Santander
hat in den vergangenen Jahren in Lateinamerika aber auch in Europa kräftig zugekauft. Am Donnerstag erfuhr Reuters aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen, auch die von der Finanzkrise gebeutelte Dresdner Bank sei ins Visier von Santander
geraten. Botin wollte sich dazu konkret nicht äußern, zeigte sich jedoch mit dem Deutschland-Geschäft von Santander
insgesamt zufrieden. Er sehe für die Bank in Deutschland Gewinne von 600 bis 700 Millionen Euro in diesem Jahr.

