3 Bewertungen *****
14.10.2008 
Spanisches Geldhaus zahlt 1,4 Milliarden Euro

Santander kauft US-Bank Sovereign

Spaniens größte Bank Santander demonstriert mitten in der Finanzkrise erneut Stärke und schnappt sich den angeschlagenen US-Finanzkonzern Sovereign Bancorp. Die spanische Bank erwirbt in einem Aktientausch die restlichen gut 75 Prozent, die ihr bisher noch nicht gehörten.

Die spanische Großbank Santander wird immer mehr zum globalen Finanzkonzern. Foto: APLupe

Die spanische Großbank Santander wird immer mehr zum globalen Finanzkonzern. Foto: AP

HB DÜSSELDORF. Gemessen am Preis der Santander-Papiere habe die Übernahme einen Wert von 1,4 Milliarden Euro, teilten die Unternehmen am Dienstagmorgen mit. Sovereign werde in dem Geschäft mit 3,81 Dollar pro Aktie bewertet, hieß es. Das ist auch der Schlusspreis vom vergangenen Freitag.

Am Montag war der Kurs der Sovereing-Aktie auf 3,68 Dollar gefallen. Santander kann die Investition dennoch als Schnäppchen betrachten: Ihren bisherigen Anteil von 24,35 Prozent hatte sie vor drei Jahren noch zu 27 Dollar je Aktie gekauft. Seit Mitte September ist die Aktie der US-Bank um mehr als 60 Prozent abgestürzt.

Sovereign verfügt über Vermögenswerte von 79 Mrd. Dollar und ist mit 750 Filialen vor allem im Nordosten der USA präsent. Die Bank meldete für das dritte Quartal einen Verlust von 982 Mio. Dollar, nach einem Gewinn von 58,2 Mio. Dollar ein Jahr zuvor. Das Minus geht auf Abschreibungen und den verlustbringenden Verkauf von Kreditpapieren zurück, wie die Bank mitteilte.

Santander profiliert sich damit immer mehr als Gewinnler der Finanzkrise. Die spanische Großbank hatte erst vor zwei Wochen für rund 770 Mio. Euro die Spareinlagen und das Filialnetz der angeschlagenen britischen Hypothekenbank Bradford & Bingley übernommen. Die Santander-Gruppe will die Teilbereiche von B&B mit ihrer britischen Tochter Abbey und der künftigen Tochtergesellschaft Alliance & Leicester zu einem gemeinsamen Netz von Filialen zusammenzufügen. Die Spanier hätten dann knapp 1300 Niederlassungen in Großbritannien und einen Anteil am Privatkunden-Spargeschäft von zehn Prozent.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige
Anzeige

weiterImmobilien + Vorsorge

Zusammenlegung von Depots bringt Vorteile  Artikel in Merkliste

22.11.2008

Wer seine Bankverbindungen bei einem Anbieter bündelt, fährt bei der Einführung der Abgeltungsteuer besser. Gewinne und Verluste lassen sich so einfacher verrechnen – Anleger müssen sich zu viel gezahlte Abgeltungsteuer sonst vom Fiskus zurückholen. Artikel


Anzeige