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13.10.2008 
Finanzkrise

Santander will wieder zugreifen

Die Banco Santander steht nach einem Pressebericht kurz vor der Übernahme der angeschlagenen US-Bank Sovereign. Das spanische Geldhaus bestätigte am Montag Meldungen über entsprechende Verhandlungen.

HB LONDON. Das Geschäft solle an diesem Montag abgeschlossen werden, berichtet das "Wall Street Journal" am Montag in seiner Online-Ausgabe unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen.

Über den Kaufpreis wurde der Zeitung zufolge nichts bekannt. Allerdings werde erwartet, dass sich die Spanier etwa am letzten Sovereign-Aktienkurs von 3,81 $ orientieren, schreibt die Zeitung. Demnach würde die Bank aus Pennsylvania mit etwa 2,5 Mrd. Dollar bewertet.

Santander ist mit einem Anteil von 24,9 Prozent bereits jetzt größter Anteilseigner bei Sovereign. Ein Sprecher des Unternehmens wollte die Angelegenheit zunächst nicht kommentieren. Sovereign ist nach der Pleite von Washington Mutual im vergangenen Monat die größte Sparkasse der USA.

In der gegenwärtigen Bankenkrise schlägt sich Santander nach Einschätzung von Beobachtern gut, denn das Institut hat nur ein minimales Exposure bei US-Hypotheken und weiteren riskanten Geschäften. Die britische Santander-Tochter Abbey National hatte mitgeteilt, sich nicht über das milliardenschwere Rettungspaket der britischen Regierung aus Steuermitteln refinanzieren zu wollen.

Santander kündigte am Montag an, 1,7 Mrd. Dollar an Kapital nachschießen. Die zusätzlichen Mittel würden die Eigenkapitalquoten der britischen Töchter Abbey und Alliance & Leicester um 1,25% verbessern, hieß es.

Santander hatte Ende September für rund 1,043 Mrd. Dollar die zusammengebrochene Bradford & Bingley übernommen, die 2,7 Millionen Kunden betreut und deren Einlagen sich auf 34 Mrd. Dollar summieren. Zuvor hatte das spanische Finanzhaus bereits Alliance & Leicester für rund 2,2 Mrd. Dollar übernommen.

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