Die Deutsche Bank
hat Chancen, in Russland ein neues Standbein zu finden. Das größte Finanzinstitut des Landes, die Sberbank, will in Zukunft enger mit den Deutschen zusammenarbeiten - zu gegenseitigem Nutzen, versteht sich.
HB ST. PETERSBURG. "Wir wollen mit Hilfe der Deutschen Bank
erfolgreich auf die internationalen Märkte gelangen", sagte Sberbank-Chef German Gref am Rande eines internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg. Gref unterzeichnete mit dem früheren Finanzstaatssekretär und heutigen Deutsche-Bank-Berater Caio Koch-Weser einen Kooperationsvertrag.
Gref bekräftigte die Pläne seines vom russischen Staat kontrollierten Geldhauses, in Richtung Westen zu expandieren. "Wir schauen uns vorrangig die Märkte in Osteuropa an", sagte der frühere russische Wirtschaftsminister. Die einstige sowjetische Sparkasse gehört weltweit zu den 20 größten Banken und will mit Milliardeninvestitionen im Ausland in den nächsten Jahren zu den Top zehn aufschließen. Die Deutsche Bank
ist nach eigenen Angaben die größte ausländische Investmentbank in Russland.

