Eine der Unsicherheiten ist allerdings, dass die Banken ihr Filialnetz in den letzten Jahren sehr stark ausgebaut haben, so Martínez: "Wenn nun ein Konjunkturumschwung kommt, muss sich zeigen ob die Banken aus ihrer gewaltigen Infrastruktur auch Rendite schlagen können." Die Institute, wollen nun die Filialen durch verlängerte Öffnungszeiten oder durch ein erweitertes Serviceangebot zusammen mit anderen Dienstleistern rentabler machen.
Einige Experten gehen davon aus, dass der Bankensektor sich im nächsten Jahr weiter konsolidieren wird. Allerdings wird dies zum einen durch die Kreditknappheit und zum anderen durch die hohe Börsenbewertung der mittelgroßen spanischen Banken erschwert. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis spanischer Banken ist höher als das anderer europäischer Banken.
In den letzten Wochen machten der Kampf zwischen Crédit Agricole
und Santander
-Chef
Jaime Botín um die Kontrolle über die mittelgroße Bank Bankinter
Schlagzeilen. Die Analysten von Merrill Lynch
schwärmen schon von einer Fusion zwischen Bankinter
und der Santander
-Tochter Banesto,
es sei eine ideale Verbindung.
Die Analysten von Fortis
sehen auch die zweitgrößte spanische Bank BBVA
als möglichen Übernahmekandidaten, da die Aktie relativ günstig sei. Lopez von Inverseguros sieht BBVA
dagegen eher als Käufer: "Wenn sich einmal das Dickicht in Sachen Subprime ein wenig gelichtet hat, könnte es gute Übernahmemöglichkeiten für stärkere Banken wie Santander
oder BBVA
geben."

