Die schwedische Bank SEB hat im ersten Quartal mehr verdient als im Vorjahrszeitraum und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen. Auch der Ausblick ist positiv, allerdings nicht uneingeschränkt für alle Länder, in denen das Institut aktiv ist.
HB STOCKHOLM. Der Gewinn von Steuern und Zinsen (Ebit) sei um 13 Prozent auf 4,2 Milliarden Schwedische Kronen (460 Millionen Euro) gestiegen, teilte das Unternehmen am Freitag in Stockholm mit. Die Einnahmen legten den Angaben nach um sechs Prozent auf 10,2 Milliarden Kronen zu. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Ebit von 4,1 Milliarden Kronen bei Einnahmen von zehn Milliarden Kronen gerechnet.
Der Zinsüberschuss sei um fünf Prozent auf 3,8 Milliarden Kronen gestiegen, erklärte die Bank weiter. SEB-Chefin Annika Falkengren gab zugleich einen positiven Ausblick für das Gesamtjahr. Die Entwicklung des ersten Quartals sei eine gute Basis, erklärte sie. SEB profitiert auf den nordischen Märkten von der Stärke der Wirtschaft und der positiven Entwicklung auf den Aktienmärkten. Für das Baltikum, wo es Sorgen über die Stabilität der Konjunktur gibt, äußerte sich Falkengren vorsichtig. Die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal sei gut gewesen, die Bank beobachte die Entwicklungen in Estland und Lettland indes genau. Der Fokus liege auf der langfristigen Qualität des Geschäfts, sagte die Unternehmenschefin.
In Deutschland sanken die Einnahmen der Bilanz zufolge um sechs Prozent auf 1,6 Milliarden Kronen. Der operative Gewinn sank um 29 Prozent auf 329 Millionen Kronen.

