Deutschlandchef Buschbeck sieht sich trotzdem beim Sorgenkind Retail-Banking auf gutem Weg. Die im Januar gestartete strategische Kooperation mit der französischen Versicherung Axa laufe sehr gut. Dies habe zu einem um 70 Prozent höheren Vertriebsergebnis bei Versicherungen geführt. Der Ergebnisbeitrag zum Retailgeschäft soll am Ende im zweistelligen prozentualen Bereich liegen. Ohnehin hat Buschbeck seit seinem Start in Frankfurt im Sommer 2005 im Retailgeschäft die Kundenorientierung der Vertriebsmannschaft verbessert, deren „DNA hier unterentwickelt gewesen ist.“
Die SEB AG ist mit 174 Niederlassungen und gut einer Million Kunden in Deutschland vertreten. Um das Geschäft mit Kleinkunden voranzutreiben will der Deutschlandchef auch den mobilen Vertrieb ausbauen und damit Investitionen sparen. Bis Ende des Jahres sollen es knapp 100 Mitarbeiter sein. Außerdem setzt er auf eine große Marketingkampagne ab Juni, die zu einer stärkeren Wahrnehmung der Schweden führen soll. Gleichzeitig plant die SEB AG, das von ihr im Jahr 1996 als erstem Institut in Deutschland eingeführte kostenlose Girokonto weiter zu entwickeln. Bei gut betuchten Kunden sollen elf Investmentzentren und 140 Mitarbeitern sowie eine Vermögensverwaltung punkten, die höhere Provisionseinnahmen versprechen.

