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26.06.2008 
Wachstumskurs

Signal Iduna will auf Einkaufstour gehen

Der Versicherungskonzern Signal Iduna will durch Zukäufe wachsen. Neun Jahre nach der Fusion der Dortmunder Signal-Versicherungen und der Hamburger Iduna-Nova-Gruppe ist der Konzern endlich auf Wachstumskurs. Mögliche Übernahmeziele sieht Signal Iduna vor allem im Bereich Sachversicherung.

HB HAMBURG. Der Versicherungskonzern Signal Iduna will mit Zukäufen auf Wachstumskurs einschwenken. „Wir wären bereit und in der Lage, andere unter unser Dach zu holen“, sagte Vorstandschef Reinhold Schulte am Donnerstag in Hamburg bei der Vorlage der Bilanz für 2007. Es würden auch bereits Gespräche geführt. In welchem Stadium sich die Kontakte befinden und mit wem Signal Iduna spricht, wollte Schulte allerdings nicht verraten.

Der Konzern, der als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG) organisiert ist und damit seinen Mitgliedern gehört, sieht in der Sachversicherung Bedarf für Zukäufe. Durch die Vorgaben der Gesundheitsreform seien zudem einige kleinere Versicherer nicht mehr in der Lage, den Aufwand etwa für IT-Systeme alleine aufzubringen, sagte Schulte. Auch aus diesem Kreis kann sich der viertgrößte private Krankenversicherer Übernahmen vorstellen.

Im vergangenen Geschäftsjahr führten Einsparungen dazu, dass die Beitragseinnahmen um knapp drei Prozent auf 4,5 Milliarden Euro sanken. In dieser Zeit trennte sich Signal Iduna von 150 Versicherungsvermittlern. Die Zahl der Agenturen verringerte sich auf gut 3 500. Neun Jahre nach der Fusion der Dortmunder Signal-Versicherungen und der Hamburger Iduna-Nova-Gruppe und einem später eingeleiteten Sparkurs will der Versicherungskonzern nun auf Wachstum umschalten.

Die Zahl der Versicherungsagenturen solle bis Mitte nächsten Jahres wieder auf 4 000 aufgestockt werden, sagte ein Sprecher. 2007 senkte Signal Iduna die Kosten um 35 Millionen Euro. Der operative Gewinn blieb mit 816,5 (Vorjahr: 820,9) Millionen Euro knapp unter dem des Vorjahres.

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