Auch eine unmittelbare Gefahr einer Übernahme scheint für das erste gebannt: Als einzig glaubwürdiger Angreifer gilt Lokalrivale BNP
Paribas, der bereits 1999 eine Übernahme versucht hatte. Doch BNP
Paribas hat vor einigen Wochen öffentlich klar gestellt, bis auf weiteres kein Interesse an der Société Générale
zu haben.
Finanzchef Oudéa ist nun durch den Kerviel-Skandal an die Spitze der Bank gespült worden. Bis vor der Affäre galt stets Jean-Pierre Mustier, Leiter des hochrentablen Investmentbankings, als Kronprinz. Doch Mustier ist nun durch den Skandal arg geschwächt. Die Bank dementierte Presseberichte, denen zufolge Mustier das Haus verlassen müsse.
Ferner gab die Bank in ihrer Mitteilung beruhigende Kommentare mit Blick auf das Quartalsergebnis ab, das am 13. Mai veröffentlicht wird. Die Ergebnisse würden "das nachhaltiges Kundenvertrauen und die Widerstandsfähigkeit der Bank" widerspiegeln, hieß es. Analysten sorgen sich, dass die Großbank erneut Milliarden im Zuge der Finanzkrise abschreiben muss.

