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14.10.2008 
Französische Großbank bestätigt ihr Gewinnziel

Societe Generale macht Gewinn

Die französische Bank Societe Generale rechnet für das dritte Quartal mit einem Nettogewinn von rund einer Milliarde Euro. Zudem dementierte das Finanzinstitut Marktspekulationen, wonach das Geschäft mit strukturierten Kreditprodukten defizitär wäre. Die Börse schenkt dem offenbar Vertrauen – die Aktie legt zwischenzeitlich um zehn Prozent zu.

HB DÜSSELDORF. Bis zum jetzigen Zeitpunkt seien keine „signifikanten“ Verluste auf strukturierte Anlageprodukte entstanden, die eine Rekapitalisierung nötig machten, hieß es von SocGen. Abschreibungen hätten auf die Drittquartalsbilanz nur einen geringen Einfluss, da die Risikopositionen deutlich reduziert und die Absicherung erhöht worden sei. Das Finanzhaus will seine Quartalszahlen am 6. November vor Börseneröffnung vorlegen.

Die französische Großbank Societe Generale schreibt eigenen Angaben nach trotz der Finanzkrise weiter Gewinne. „Nach Berücksichtigung der Abschreibungen und den Folgen von Lehman Brothers bleibt die Societe Generale im laufenden Quartal profitabel“, sagte Generaldirektor Frédéric Oudéa der französischen Zeitung „Le Figaro“. Das Engagement von 479 Mio. Euro bei der insolventen Investmentbank Lehman Brothers könne die Bank nicht destabilisieren.

Oudéa reagierte damit auf Börsengerüchte, die am Montag den Kurs der SG-Aktie in einem starken Markt zwischenzeitlich zweistellig abstürzen ließen. Händler raunten von Verlusten mit strukturierten Anleihen und bei der russischen Tochter Rosbank. Die Rosbank sei solide und habe Liquiditätsüberschüsse, sagte Oudéa. Die SG wandte sich wegen der „bösartigen Gerüchte“ an die Aufsichtsbehörde AMF.

Oudéa erklärte, die Bank brauche das im Euro-Raum abgesprochene Angebot staatlicher Kapitalhilfe nicht. Er lobte das Paket aber als „perfekt angemessen“, um die Engpässe auf dem Markt für mittel- und kurzfristige Liquidität zu beseitigen. Wettbewerbsprobleme wegen der größeren Kapitalausstattung der britischen Banken vom Staat sah er nicht. Die Briten brauchten wegen der hohen privaten Verschuldung „eine dicke Sicherheitsmatratze, um künftige Verluste abzufangen“.

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