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21.09.2005 
Personal-Chaos drückt Gewinn

Sonderbelastungen verderben Morgan Stanley die Bilanz

Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat wegen einer Sonderbelastung in Milliardenhöhe sowie höheren Kosten für Abfindungen im dritten Quartal einen Gewinneinbruch erlitten. Ohne die Sonderbelastung, die auf den Verkauf der Flugzeug-Leasingsparte zurückgeht, stiegen die Einnahmen aber unerwartet stark an.

HB NEW YORK. Im dritten Quartal, das am 31. August endete, habe Morgan Stanley unter dem Strich mit 144 Mill. Dollar 83 % weniger verdient als im Vorjahreszeitraum, teilte das New Yorker Finanzinstitut am Mittwoch mit. Der Gewinn je Aktie sei auf 0,13 Dollar von 0,76 Dollar im Jahr zuvor gefallen.

Ohne die Sonderbelastung und andere Einmaleffekte hätte sich das Ergebnis klar verbessert: Der Nettogewinn wäre um 36 % auf 1,17 Mrd. Dollar oder 1,09 Dollar je Aktie gestiegen. Die Einnahmen kletterten um 29 % auf 6,95 Mrd. Dollar und lagen damit so hoch wie seit dem zweiten Quartal 2000 nicht mehr. Analysten hatten im Schnitt mit einem Nettogewinn der Wertpapierhandel- und Kreditkartenfirma von 1,05 Dollar je Aktie und Erträgen von 6,3 Mrd. Dollar gerechnet.

Aus dem geplanten Verkauf der Flugzeugfinanzierungstochter sei in den Monaten von Juni bis August eine Belastung von einer Milliarde Dollar nach Steuern entstanden, hieß es weiter. Morgan Stanley hatte eine Belastung in dieser Höhe bereits Mitte August angekündigt.

Morgan Stanley hatte im vergangenen Monat den Verkauf ihrer Flugzeug-Leasingsparte angekündigt, weil diese nicht mehr zum Kerngeschäft gehört. Der Bereich hatte seit der Krise der Flugzeugindustrie in Folge der Anschläge vom 11. September 2001 immer mehr an Wert eingebüßt.

Morgan-Stanley-Aktien verloren an der Wall Street am Mittwoch 0,8 % auf knapp 52 Dollar.

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