0 Bewertungen
27.08.2007 

Derzeit stecken die Iberer durchschnittlich knapp die Hälfte ihres Einkommens in die Bedienung der Hypothek. Für einen Hypothekenkredit über 200 000 Euro müssen die Spanier allein aufgrund des gestiegenen Euribors seit Anfang des Jahres rund 140 Euro pro Monat mehr zahlen. Das macht bei einem Durchschnittseinkommen von etwa 1 600 Euro im Monat eine deutliche Mehrbelastung aus. "Sollte die Liquiditätskrise an den Kapitalmärkten über die Sommerpause hin anhalten, was sich unter anderem in einem signifikant über dem EZB Leitzins liegenden Euribor ausdrückt, dann könnte sich der Trend zu höheren Kreditausfallraten in Spanien schneller beschleunigen als in Ländern, in denen ein hoher Anteil des Hypothekenmarktes eine langfristige Zinsbindung aufweist", warnt Florian Eichert, Analyst in der Kredit-Research Abteilung der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).

Davon betroffen dürften nach Schätzung der Landesbank vor allem kleinere Sparkassen sowie Volksbanken sein, bei denen die Ausfallraten schon jetzt höher sind als bei den privaten Banken. "Banken wie die BBVA oder Santander haben sowohl vom geografischen Fokus als auch vom Geschäftsprofil eine deutlich geringere Abhängigkeit vom spanischen Immobilienmarkt", so der Analyst.

Das Beben auf den Finanzmärkten trifft in Spanien auf einen Immobilienmarkt, der ohnehin gerade in der Abkühlung begriffen war. Schon vor Beginn der Subprime-Krise begannen in den großen spanischen Städten die Immobilienpreise zu sinken - eine Tendenz, die sich bei anhaltend hohen Zinsen beschleunigen dürfte. Damit verschlechtert sich bei laufenden Hypothekenkrediten das Verhältnis des Kreditwerts zum Wert der als Garantie dienenden Immobilien. Die Verluste der Banken dürften deshalb im Fall der Verwertung steigen.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige
Anzeige

weiterImmobilien + Vorsorge

Zusammenlegung von Depots bringt Vorteile  Artikel in Merkliste

22.11.2008

Wer seine Bankverbindungen bei einem Anbieter bündelt, fährt bei der Einführung der Abgeltungsteuer besser. Gewinne und Verluste lassen sich so einfacher verrechnen – Anleger müssen sich zu viel gezahlte Abgeltungsteuer sonst vom Fiskus zurückholen. Artikel


Anzeige