Die Taunus-Sparkasse hat sich deutlich gegen eine Kapitalverflechtung mit der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) ausgesprochen. „Eine Verknüpfung mit der Landesbank würde ich von uns weisen, auch betriebswirtschaftlich sehe ich in einer Fusion keinen Sinn“, sagte Vorstandsvorsitzender Hans-Dieter Homberg anlässlich der vorläufigen Geschäftszahlen für 2007.
pk FRANKFURT. Damit haben die Pläne der hessischen Landesregierung, die Helaba durch eine Verzahnung mit den Sparkassen im Rhein-Main-Gebiet zu stärken, einen Dämpfer erhalten. Auch einer Fusion mit der Helaba-Tochter Frankfurter Sparkasse (Fraspa) erteilte Homberg eine Absage. Hier könne er sich lediglich den Tausch von Stammkapitalanteilen gegen Filialen vorstellen, um so die Überschneidungen im Geschäftsgebiet beider Institute zu bereinigen.
Die Landesregierung unter Ministerpräsident Roland Koch (CDU) strebt nach dem Kauf der Fraspa durch die Helaba eine weitere Vertikalisierung an, bei der Sparkassen unter das Dach der Landesbank schlüpfen sollen. Möglich macht dies das geänderte Sparkassengesetz, das die Bildung handelbarer Stammkapitalanteile durch Umwandlung von Rücklagen vorsieht. Die Sparkasse Offenbach will diesen Weg gehen und an der Helaba andocken, sie ist allerdings das kleinste in Frage kommende Institut. Homberg glaubt nicht, dass die Träger der Taunus-Sparkasse noch in diesem Jahr Beschlüsse zum Stammkapital fassen.
Das laufende Geschäftsjahr zeigt bei der Taunus-Sparkasse wegen des rückläufigen Zinsüberschusses deutliche Bremsspuren. Das Betriebsergebnis vor Bewertung sank um knapp 17 Prozent auf 22,7 Mill. Euro, nach Risikovorsorge stagniert es. Eine baldige Besserung sei nicht in Sicht, es herrsche „Wettbewerb wie noch nie“, so Homberg.

