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03.07.2008 
Institute: Brauchen kein privates Kapital

Sparkassen fordern Klarheit in Sachen BayernLB

Die bayerischen Sparkassen wollen bis Anfang 2009 Klarheit über eine seit langem angedachte Fusion der BayernLB haben. Sie machen sich für einen Zusammenschluss mit der größeren Landesbank Baden-Württemberg stark. Die Institute selbst sind derweil nicht bereit, sich für privates Kapital öffnen.

Sparkassen-Logo. Foto: dpaLupe

Sparkassen-Logo. Foto: dpa

HB GARMISCH-PARTENKIRCHEN. „Bis Ende des Jahres, spätestens im ersten Quartal 2009, brauchen wir eine Richtungsentscheidung. Wir können nicht noch fünf Jahre unsere Diskussion fortsetzen“, sagte Bayerns Sparkassenpräsident Siegfried Naser am Donnerstag in Garmisch-Partenkirchen. Dem Verband der 75 Sparkassen im Freistaat gehört die Hälfte der Anteile von Deutschlands zweitgrößter Landesbank, die von der weltweiten Finanzkrise heftig getroffen wurde. Die andere Hälfte gehört dem Freistaat Bayern.

Die Sparkassen machen sich für einen Zusammenschluss mit der größeren Landesbank Baden-Württemberg stark. Das hat die Landesregierung bislang aber abgelehnt, weil die Münchner nur ein Juniorpartner wären. Finanzkreisen zufolge könnte sich das Land ein Zusammenrücken mit der österreichischen Ersten Bank eher vorstellen.

Die BayernLB muss wegen der US-Hypothekenkrise und ihren Nachwehen an den Börsen Belastungen von 4,3 Mrd. Euro stemmen. Im ersten Quartal schrieb sie rote Zahlen. Für das Gesamtjahr sind Verluste nicht ausgeschlossen. Die Bank will nun Risikopapiere im Volumen von 24 Mrd. Euro auslagern. Hierfür wird eine Garantie von sechs Mrd. Euro fällig. Davon trägt die Bank 1,2 Mrd. Euro, die Eigentümer haben je 2,4 Mrd. zugesagt. Über Details wird Naser zufolge mit der EU verhandelt. In einigen Monaten sollen die Pläne umgesetzt werden. „Wir gehen davon aus, mit der EU eine Lösung zu finden.“

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Heinrich Haasis, sagte am Donnerstag, Privatisierungen von Landesbanken würden nicht angestrebt. Die Finanzkrise habe aber deutlich gemacht, dass es Änderungen geben müsse. Landesbanken müssten über Fusionen zu stabileren Geschäftsmodellen kommen: „Dazu werden mehrere Schritte notwendig sein.“ Derzeit gibt es hierzulande noch sieben eigenständige Landesbanken. „Ich sehe Chancen für Bewegungen und ich würde für notwendig halten, dass die BayernLB so oder so ein Teil der Veränderungen ist.“

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