Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband wehrt sich gegen eine Zwangsumstellung auf den europäischen Zahlungsverkehrsraum Sepa und setzt sich für eine Aufrecherthaltung des alten und neuen Systems ein. Ihr Argument: Eine Zwangsumstellung ist nicht im Interesse der Kunden.
FRANKFURT. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) spricht sich gegen einen verbindlichen Umstellungstermin auf den europäischen Zahlungsverkehrsraum, kurz Sepa, aus. Sechs Monate nach dem Start von Sepa seien in Deutschland zwar fast alle 2 200 Kreditinstitute für die neuen Sepa-Instrumente erreichbar und damit besser aufgestellt als der Durchschnitt der anderen Euro-Länder, sagte am Donnerstag DSGV-Vorstand Bernd Fieseler.
Der Verband setzt sich aber für die Aufrechterhaltung beider Systeme ein. Eine „Zwangsumstellung“, wie die Bundesbank sie fordere, sei nicht im wirtschaftlichen Interesse der Sparkassenkunden. „Diese wenden sich Hilfe suchend an den Verband“, so Wolfgang Adamiok, Leiter des Zahlungsverkehrs bei der DSGV.
Die Bundesbank und die Europäische Zentralbank (EZB) plädieren für eine festen Termin für die Abschaltung der alten Verfahren. Die Bundesbank hatte ursprünglich für Überweisungen 2012 und für Lastschriften 2014 genannt.

