Der KfW-Verwaltungsrat wählte auf seiner Sitzung zugleich den bisherigen Generalbevollmächtigten des Instituts, Günther Bräunig, mit Wirkung zum 1. Oktober 2006 einstimmig in den Vorstand. Bräunig ist bisher Generalbevollmächtigter der Bank.
Die KfW Bankengruppe gehört zu 80 Prozent dem Bund und zu 20 Prozent den Ländern. Die Förderbank engagiert sich auch in der Entwicklungshilfe, im Umweltschutz und bei der Studienfinanzierung. Die KfW springt zudem ein, wenn der Bund für ein paar Milliarden Aktien oder Schulden an der Börse verkaufen will, um Haushaltslöcher zu stopfen.
Der Verwaltungsrat der KfW setzt sich aus Ministern von Bund und Ländern sowie Vertretern der Parteien, Verbände, Gewerkschaften und Banken zusammen. Vorsitzender ist derzeit Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD). Im kommenden Jahr übernimmt turnusgemäß Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) den Vorsitz.
Im Rahmen des Personalpakets wurde auch über einen deutschen Posten bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) gesprochen. Die Bank wird vom Belgier Phillipe Maystadt geführt, sein Stellvertreter ist der frühere SPD-Politiker Wolfgang Roth.
Von der Kreditanstalt zur Bankengruppe
Geschichte
Die KfW Bankengruppe (früher Kreditanstalt für Wiederaufbau) in Frankfurt am Main wurde 1948 gegründet. Die staatseigene Bank agiert als Förderbank und sollte ursprünglich das Marshallplan-Geld für den Wiederaufbau verwalten.
Geschäft
Eigentümer sind der Bund mit 80 Prozent und die Länder mit 20 Prozent. Mit einer Bilanzsumme von 329 Milliarden Euro (2004) zählt die KfW zu den zehn größten Banken in Deutschland. Geschäftsgrundlage ist der Förderauftrag, nicht die Gewinnmaximierung.
Gliederung
Die Bank gilt als Bindeglied zwischen öffentlichem Haushalt, Kapitalmarkt, Kreditwirtschaft und Investoren. Kerngeschäft ist seit der Fusion mit der Deutschen Ausgleichsbank (DtA) im Sommer 2003 die Förderung des Mittelstandes. Zur Bankengruppe gehört zudem die Förderbank, die Bauherren, Umweltschutzprojekte, Existenzgründer und Studenten mit Krediten unterstützt. Das Institut fördert zudem Projekte in Entwicklungsländern und finanziert Exportgeschäfte.

