Spekulationen um Investment: Mack bahnt Übernahme an

Spekulationen um Investment
Mack bahnt Übernahme an

Die Investmentbank Morgan Stanley plant möglicherweise die größte je erfolgte Übernahme einer Fondsgesellschaft. Wie der Finanzjournalist und Buchautor Charles Gasparino im US-Börsenfernsehsender CNBC unter Bezug auf informierte Kreise sagte, verhandelt Morgan Stanley derzeit über die Übernahme des Anleihefondshauses Blackrock.

NEW YORK. Der Börsenwert des New Yorker Anleiheverwalters stieg am Freitag über acht Mrd. Dollar. Eine vollständige Blackrock-Übernahme wäre damit teurer als der Kauf des Fondshauses Mercury für 5,3 Mrd. Dollar im Jahr 1997 durch die Investmentbank Merrill Lynch. Der Münchener Versicherer Allianz zahlte 1999 für den US-Anleihespezialisten Pimco 4,8 Mrd. Dollar.

Morgan-Stanley-Chef John Mack kündigte im November an, er wolle das Anlagegeschäft ausbauen. Mack ist persönlich befreundet mit Blackrock-Chef Laurence Fink. „Mit Blackrock erhöht Morgan Stanley sein Anlagevermögen und damit eine verlässliche Ertragsquelle“, sagte Gasparino, „zudem könnte Fink eine Rolle in der Morgan-Stanley-Führung übernehmen“.

Auch die US-Zeitung „Wall Street Journal“ berichtete über die Verhandlungen. Allerdings liege die Wahrscheinlichkeit, dass ein Deal zu Stande kommt, unter 50 Prozent, zitiert die Zeitung eine den Gesprächen nahe stehende Person. Ein Hindernis könnte die hohe Bewertung der Fondsgesellschaft ein. Blackrock-Sprecherin Kathleen Baum sagte: „Wir kommentieren Marktgerüchte grundsätzlich nicht.“ Ein Morgan-Stanley-Sprecher reagierte auf eine Anfrage nicht, ein PNC-Sprecher lehnte einen Kommentar ab.

Als Modell diskutieren die beiden Firmen laut Medienberichten, dass Morgan Stanley sein Anlagegeschäft an Blackrock übertragen und im Gegenzug dafür die Aktienmehrheit an der Gesellschaft übernehmen könne. Einen ähnlichen Tausch gab es kürzlich zwischen der Citigroup und dem Vermögensverwalter Legg Mason.

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