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14.02.2008 

Unklar blieb, ob der Bund die eine Milliarde Euro auch dann zahlt, wenn der BdB eine Beteiligung ablehnt. Auch wie der Bund die eine Milliarde finanzieren will, ist noch nicht klar.

Sollten sich die drei Bankenverbände dazu durchringen, die von der Regierung geforderten weiteren 500 Mill. Euro zu zahlen, würde sich die gesamte Rettungssumme für die IKB auf gut 7,6 Mrd. Euro summieren. Angesichts eines Instituts, das im letzten Jahresabschluss ein Eigenkapital von gerade einmal 1,4 Mrd. Euro ausgewiesen hatte, eine enorm hohe Summe. Die kommenden Tage dürften vom Tauziehen um diese 500 Mill. Euro bestimmt sein. Fest steht nach Informationen des Handelsblatts, dass bis zum Wochenende ein Komplettpaket zur Rettung der IKB stehen muss.

Steinbrück machte gestern deutlich, dass er die privaten Banken in einer besonderen Pflicht sieht. „Die IKB ist eine private Bank“, sagte er. Im Falle einer Insolvenz wäre der Einlagensicherungsfonds dieser Institutsgruppe besonders belastet. Dieser würde Kundeneinlagen bis zu 30 Prozent des Eigenkapitals entschädigen.

Die Kritik anderer Banken an der Haltung der Privatbanken, die sich bislang gegen weitere Finanzhilfen sträuben, nahm gestern zu. Der Präsident des genossenschaftlichen Bankenverbands BVR, Christopher Pleister, sprach von einem „Abgrund der Verantwortungslosigkeit“, weil der Verband eine mögliche IKB-Insolvenz in Verhandlungen als undramatisch dargestellt habe. Die Unterstützung einer privaten Bank hatte bei den Genossenschaftsinstituten für harsche Kritik gesorgt. Diese hatten in der Vergangenheit Restrukturierungsfälle in den eigenen Reihen aus eigener Kraft stemmen müssen. Abzuwarten bleibt, was die EU-Kommission zu den Nothilfen mit maßgeblicher Beteiligung des deutschen Staates für eine private Bank sagen wird.

Angesichts massiver Kritik kämpft die Vorstandschefin der KfW-Bankengruppe, Ingrid Matthäus-Maier, um die Verlängerung ihres Vertrags. Wie das Handelsblatt aus Verhandlungskreisen erfuhr, hat sie während einer Krisensitzung am Dienstag zur Rettung der angeschlagenen IKB Mittelstandsbank die Verlängerung ihres Vertrags angesprochen. Demnach erinnerte die KfW-Chefin daran, dass ihr spätestens in diesem Sommer von der Bundesregierung signalisiert werden sollte, ob sie einen weiteren Vertrag erhält. Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) und Steinbrück, die dem Verwaltungsrat der KfW vorsitzen, hätten eine solche Zusage verweigert, heißt es in Teilnehmerkreisen. Die KfW wollte sich hierzu nicht äußern. Matthäus-Maier ist seit Oktober 2006 Vorsitzende der KfW. bas/saf/hgn

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