Die Kölner Staatsanwaltschaft prüft, ob sie ein Ermittlungsverfahren beim Versicherungskonzern Gerling einleitet. Dort hatten frühere Manager Mitarbeiter überwachen lassen.
HB KÖLN. Die Behörde gehe derzeit der Frage nach, ob es einen Anfangsverdacht gegen Unbekannt wegen Ausspionierens von Beschäftigten gebe, teilte der Kölner Oberstaatsanwalt Günther Feld am Dienstag auf Aufrage mit. Die Entscheidung über eine mögliches Ermittlungsverfahren sei noch nicht gefallen.
Der neue Gerling-Eigentümer Talanx hatte zuvor einen Zeitungsbericht bestätigt, wonach Gerling vom 26. Januar bis zum 4. Februar 2004 die Verbindungsdaten dienstlicher Telefongeräte und E-Mail-Accounts einiger Mitarbeiter überprüft hatte. Auslöser der Nachforschungen war demnach ein Bericht im Magazin "Capital" vom Februar 2004, der sich mit den gekürzten Betriebsrenten bei Gerling beschäftigte und streng vertrauliche Betriebsinterna enthielt.

