Der britische Versicherer Standard Life hat sich aus dem milliardenschweren Rennen um die Übernahme des Konkurrenten Resolution verabschiedet. Nun dürfte Pearl als einziger Interessent im Rennen bleiben.
HB LONDON. Das bislang vorliegende Bar- und Aktienangebot werde weder erhöht noch sonst wie verändert, teilte Standard Life am Sonntag mit und fügte hinzu, damit keine Chancen mehr auf einen Erfolg zu sehen. Zur Begründung hieß es mit Blick auf den jüngsten Abwärtstrend beim eigenen Aktienkurs, eine erhöhte Offerte mit Aussicht auf Erfolg wäre unter den gegebenen Marktbedingungen gegenüber den Aktionären nicht zu verantworten.
Das im Oktober unterbreitete Angebot von Standard Life hatte sich ursprünglich auf rund sieben Milliarden Euro (4,9 Milliarden Pfund) belaufen. Mit Handelsschluss am Freitag lag die Offerte nur noch bei etwa 691 Pence pro Resolution-Aktie - dabei kosteten die Titel zu diesem Zeitpunkt 723 Pence. Ein rivalisierendes Angebot von Pearl bewertet die Papiere mit je 720 Pence in bar.
Von Resolution gab es zunächst keine Stellungnahme. Weithin wurde erwartet, dass sich der Konzern am Montagmorgen äußern wird. Nach aktuellem Stand dürfte Pearl als einziger Interessent im Rennen bleiben.

