Medien: IKB braucht weitere Milliardenhilfen
Die schwer angeschlagene Düsseldorfer Mittelstandsbank IKB benötigt Medienberichten zufolge weitere Milliardenhilfen. Aus Kreisen des KfW- Aufsichtsrats heiße es, bei der IKB müssten nach den Fehlspekulationen im Geschäft mit US-Hypothekenkrediten weitere 1,3 bis 1,8 Milliarden Euro abgeschrieben werden. Es gehe um die gleichen Probleme wie vor einigen Monaten.
Damals war unter Regie des Bundesfinanzministeriums, der Bundesbank und der Finanzmarktaufsicht Bafin ein milliardenschweres Rettungspaket geschnürt worden. Die betroffenen Wertpapiere hätten seitdem weiter drastisch an Wert verloren, hieß es in dem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ weiter. Die Risikovorsorge von 5,3 Milliarden Euro sei weitgehend aufgezehrt. Nun sollten sich offenbar alle Eigentümer an einer Kapitalspritze beteiligen, da der KfW das Geld ausgehe. Die Förderbank hält 38 Prozent der Anteile an der IKB.
Auch die „Rheinische Post“ berichtete am Samstag, der bisherige Rettungsschirm reiche nicht mehr aus, um die Bilanzrisiken der Bank durch die US-Immobilienkrise abzudecken. Schon seit Tagen werde deshalb an einem dritten Rettungspaket für die IKB gearbeitet. Bis zu zwei Milliarden Euro an frischem Geld seien nötig, um das Überleben der Bank zu sichern.

