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04.12.2006 
Gespräch mit GDV-Präsident

Stellenabbau in Versicherungen geht weiter

Nach Einschätzung des Branchenverbandes GDV werden die deutschen Versicherer auch in den kommenden Jahren Stellen abbauen. Die Verluste gehen in die Zehntausend.

HB FRANKFURT. „Mit fünf Jahren muss man aber sicher noch rechnen, ehe es mit der Beschäftigung per saldo wieder aufwärts geht“, sagte der Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Bernhard Schareck der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Montagsausgabe).

Die Einsparpotenziale seien bald ausgeschöpft, sagte Schareck weiter. Den Unternehmen wüchsen dafür aber neue Aufgaben zu, beispielsweise in der Altersvorsorge. Außerdem stehe dem Verschlankungsprozess im Inneren schon jetzt ein Personalaufbau im Außendienst gegenüber. Daneben bestehe ein erheblicher Bedarf in einzelnen Arbeitsbereichen, etwa bei der Steuerung von Kapitalanlagen und Risiken.

Im laufenden Jahr werde der Personalrückgang unter den 3 Prozent des Vorjahres liegen, versicherte Schareck. Bei rund 233 000 Beschäftigten in der Versicherungswirtschaft bedeutet dies eine Größenordnung von rund 7 000 Stellen. Für 2007 wird mit einem Arbeitsplatzabbau von weiteren 4000 gerechnet.

Zugleich warnte Schareck erneut vor gesetzlichen Änderungen bei der privaten Krankenversicherung. „Wenn die private Krankenversicherung auf Grund nachteiliger Gesetze an Wettbewerbsfähigkeit verliert, betrifft das 50 000 Arbeitsplätze. Wenn das noch abgewendet werden kann, dürfte es in der mittleren Frist allenfalls noch moderate Reduzierungen geben“, sagte der GDV-Präsident.

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