Die italienische Großbank UniCredit streicht bei ihrer deutschen Tochter Hypo Vereinsbank offenbar mehr Stellen als bisher genannt: Im Investmentbanking fallen laut Zeitungsberichten 700 Arbeitsplätze weg. Besonders hart soll es die HVB treffen.
HB DÜSSELDORF. Die italienische Großbank UniCredit streicht Zeitungsberichten zufolge wegen der Finanzmarktkrise jede fünfte Stelle im Investmentbanking. 700 von bislang 3500 Arbeitsplätzen sollen im kommenden Jahr wegfallen, schreiben „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und „Financial Times Deutschland“ unter Berufung auf Unternehmenskreise.
UniCredit-Chef Alessandro Profumo werde das Maßnahmenpaket im Investmentbanking am Mittwoch auf einer Investorenkonferenz in London vorstellen. Der Stellenabbau werde voraussichtlich stark die Münchener Tochtergesellschaft HVB treffen, bei der der Großteil des Investmentbankings konzentriert ist. Im Sommer wurde bereits ein Abbau von 2500 Stellen bei der HVB bekannt gegeben. Am Montag hatte die UniCredit eine Kapitalerhöhung angekündigt. Die Risiken im Investmentbanking sollen nun wegen der Krise gesenkt werden.
Außerdem wurde bekannt, dass die UniCredit mit potenziellen Investoren über einen Verkauf ihrer Beteiligung beim italienischen Versicherer Assicurazioni Generali spricht: „Wir befinden uns in Gesprächen“, sagte CEO Alessandro Profumo am ohne nähere Ausführungen.

