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05.10.2008 
Belgisch-französischer Immobilienfinanzierer

Streit um Folgen der HRE-Krise für Dexia

Der bereits angeschlagene belgisch-französische Immobilienfinanzierer Dexia ist von der Krise bei dem deutschen Konkurrenten Hypo Real Estate offenbar schwer getroffen.

HB BRÜSSEL. "Dexia ist eine sehr kreditwürdige Bank, aber auch sei leidet unter der internationalen Finanzkrise", sagte Belgiens Regierungschef Yves Leterme am Sonntag im belgischen Fernsehen VRT. Die Regierung müsse daher nicht nur die Zukunft der am Freitag zwischen den Niederlanden und Belgien aufgeteilten Fortis-Bank sichern, sondern auch die der Dexia.

Dexia hat nach Angaben des Senders enge Geschäftsbeziehungen zur Hypo Real Estate und ist vom drohenden Scheitern des Rettungsplans stärker betroffen als vom Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers. Belgien, Frankreich und Luxemburg hatten am Dienstag mitgeteilt, sie wollten Dexia mit einer Kapitalerhöhung in Höhe von 6,4 Milliarden Euro unter die Arme greifen.

Dexia hat Leterme widersprochen. Vor allem leide man nicht unter möglichen Folgen eines drohenden Scheiterns des Rettungsplans für die Hypo Real Estate, heißt es in einer Erklärung des Unternehmens vom Sonntag. Die von den Regierungen Belgiens, Frankreichs und Luxemburgs am vergangenen Dienstag beschlossene Nothilfe trage den Risiken Rechnung. Die Probleme von Hypo Real Estate hätten "nur eine sehr begrenzte Auswirkung" auf Dexia, heißt es in der Erklärung de Bank.

Leterme kündigte unterdessen an, die Regierung werde sich noch vor Beginn des Börsenhandels vom Montag zur Zukunft von Fortis äußern. Er bedauerte Äußerungen des niederländischen Finanzminister Wouter Bos, wonach vor allem die belgischen Aktivitäten von Fortis für die Probleme des Unternehmens verantwortlich seien.

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