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09.11.2007 
Lufthansa Cargo

Streit um Russland-Überflugrechte geht weiter

Der bizzare Streit geht weiter: Russland hat eine von der Bundesregierung verkündete Einigung im Streit um das Überflugverbot für die Lufthansa-Frachttochter Cargo dementiert. Zuvor hatte Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee mitgeteilt, Lufthansa-Frachtflieger können vorerst bis Ende Februar 2008 russischen Luftraum überfliegen.

Eine Boeing 747 der Lufthansa Cargo wird in Frankfurt beladen. Die Frachttochter durfte Russland zeitweise nicht mehr überfliegen. Foto: dpaLupe

Eine Boeing 747 der Lufthansa Cargo wird in Frankfurt beladen. Die Frachttochter durfte Russland zeitweise nicht mehr überfliegen. Foto: dpa

HB MOSKAU/BERLIN. „Wir haben noch keine entsprechende Entscheidung getroffen“, sagte der Sprecher des Verkehrsministeriums in Moskau, Timur Chikmatow, am Freitag zu den Überflugrechten. Die russische Seite prüfe derzeit den Vorschlag der Bundesregierung. Eine Entscheidung sei nicht vor nächster Woche zu erwarten. Auch über eine mögliche Verlagerung des Drehkreuzes vom kasachischen Astana zum sibirischen Airport Krasnojarsk, muss noch verhandelt werden – das soll im Dezember geschehen.

Russland hatte Lufthansa Cargo im Oktober überraschend die Überflugrechte verweigert und vor einer Woche nach heftigem Streit und Einschalten der Bundesregierung bis zum 15. November wieder zugesagt.

Tiefensee hatte erklärt, Voraussetzungen für eine Verlagerung des Drehkreuzes nach Sibirien seien die Sicherheit des Flughafens und die Möglichkeit, den Airport bei jedem Wetter anzufliegen. „Wir sind zuversichtlich, dass schnell eine langfristig tragfähige Lösung sowohl für die deutsche als auch für die russische Seite gefunden wird“, erklärte der SPD-Minister.

Ein Sprecher von Lufthansa verwies darauf, dass das Unternehmen Planungssicherheit brauche. Das sei nicht nur für Lufthansa Cargo wichtig, sondern für die gesamte deutsche Exportwirtschaft. Wenn die operationellen und kommerziellen Bedingungen stimmten, könne auch eine Verlagerung des Drehkreuzes nach Krasnojarsk in Erwägung gezogen werden, sagte der Sprecher.

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