Im ersten Halbjahr hat die Bank of China den Nettogewinn um 52 Prozent auf 29,54 Mrd. Yuan (2,9 Mrd. Euro) gesteigert. Die Bank teilte mit, man habe bereits rund 150 Mill. Dollar für die zu erwartenden Verluste bereitgestellt. „Das ist Risiko ist sehr gering“, sagte Zhu Min, Vizepräsident der Bank of China. Die Bank hatte bereits vergangene Woche Meldungen über einen deutlich höheren Schaden zurückgewiesen.
Anleger könnten den deutlichen Kursrückgang des BoC-Papiers nun zum Einstieg nutzen, so einige Analysten. Die UBS Bank stufte die Aktie am Freitag von „neutral“ auf „kaufen“ zurück. Die Bank of China, die weltweit rund 11 000 Filialen hat, war im Juni 2006 an die Hongkonger Börse gegangen und hatte gut acht Mrd. Euro eingespielt. An der chinesischen Großbank ist ein Konsortium um die Royal Bank of Scotland mit gut acht Prozent beteiligt. Zu den Großaktionären gehören auch der staatliche Investmentfond Temasek aus Singapur sowie die Asian Development Bank (ADB) und die die Schweizer Bank UBS.
Auch die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) hat eingeräumt, sich mit 900 Mill. Euro am US-Markt für schlechter besicherte Hypotheken beteiligt zu haben. Der Kurs der Aktie gab darauf zum Wochenausklang ebenfalls nach, obwohl die nach Börsenwert weltgrößte Bank ihren Überschuss im 1. Halbjahr sogar um fast 62 Prozent auf umgerechnet rund vier Mrd. Euro gesteigert hat.

