2 Bewertungen *****
06.10.2008 
Viertgrößte US-Bank

Tauziehen um Wachovia könnte zu Aufspaltung führen

Im Übernahmekampf um die viertgrößte US-Bank Wachovia steht US-Medien zufolge als Kompromiss eine Zerschlagung des Instituts zur Diskussion.

Wachovia-Filiale nahe der Zentrale in Charlotte im US-Staat North Carolina. Die viertgrößte US-Bank könnte zerschlagen werden. Foto: ReutersLupe

Wachovia-Filiale nahe der Zentrale in Charlotte im US-Staat North Carolina. Die viertgrößte US-Bank könnte zerschlagen werden. Foto: Reuters

HB NEW YORK. Die beiden Kaufinteressenten Citigroup und Wells Fargo verhandelten über eine Aufteilung der Bank, berichtete das "Wall Street Journal" am Montag. Die US-Notenbank dringe wegen der Schieflage von Wachovia auf eine rasche Einigung. Parallel zu den Gesprächen zogen beide Kontrahenten unterdessen vor Gericht.

Wachovia war im Zuge der Kreditkrise wegen Milliardenverlusten massiv unter Druck geraten. Die Citigroup hatte vor einer Woche unterstützt von den Behörden den Kauf weiter Teile der Bank für 2,2 Mrd. Dollar angekündigt. Am Freitag gab dann überraschend Wells Fargo gemeinsam mit Wachovia die Komplettübernahme per Aktientausch im weit höheren Wert von rund 15 Mrd. Dollar bekannt.

Die Citigroup wirft Wachovia Vertragsbruch vor und hatte vor Gericht zunächst einen vorläufigen Stopp der geplanten Übernahme durch Wells Fargo erreicht. Ein höheres Gericht hob die Entscheidung aber wieder auf.

Angesichts neuer drohender Milliardenlöcher bei Wachovia drängt die Zeit für eine rasche Einigung. Andernfalls könnte die Bank laut den Berichten in noch größere Schwierigkeiten kommen. Bei einer Übernahme allein durch Wells Fargo könnten Wachovia jedoch Schadensersatzansprüche der Citigroup in Milliardenhöhe drohen.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige
Anzeige

weiterImmobilien + Vorsorge

Zusammenlegung von Depots bringt Vorteile  Artikel in Merkliste

22.11.2008

Wer seine Bankverbindungen bei einem Anbieter bündelt, fährt bei der Einführung der Abgeltungsteuer besser. Gewinne und Verluste lassen sich so einfacher verrechnen – Anleger müssen sich zu viel gezahlte Abgeltungsteuer sonst vom Fiskus zurückholen. Artikel


Anzeige