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14.08.2006 
Erstes Halbjahr

Trinkaus & Burkhardt verdient bestens am Aktienhandel

Das erste Halbjahr lief für die Düsseldorfer Bank HSBC Trinkaus & Burkhardt hervorragend. Dank des Booms an Börsen legte der Gewinn kräftig zu. Die Erfolgsgeschichte wird sich im zweiten Halbjahr jedoch nicht so einfach wiederholen lassen.

HB DÜSSELDORF. Vor allem ungewöhnlich hohe Gewinne im Aktienhandel hätten den Überschuss um 72 Prozent auf 70,7 Mill. Euro steigen lassen, teilte die Bank am Montag mit. Das Betriebsergebnis kletterte sogar auf 104,3 Mill. Euro, mehr als das Doppelte des Vorjahreszeitraums. Die Eigenkapitalrendite der zum britischen Finanzkonzern HSBC gehörenden Bank sprang vor Steuern von 19,1 auf 33,9 Prozent.

Der Zinsüberschuss kletterte um 31 Prozent auf 46,3 Mill. Euro, vor allem durch höhere Beteiligungserträge. Das Provisionsergebnis stieg um 22 Prozent auf 151,2 Mill. Euro, vor allem durch ein kräftig wachsendes Devisen- und Derivategeschäft. Die Zahl der Mitarbeiter nahm binnen Jahresfrist um 100 auf 1570 zu.

Für das Gesamtjahr zeigte sich die Bank weiter optimistisch. Allerdings lasse sich die gute Entwicklung im ersten Halbjahr wegen der Eintrübung der Aktienmärkte seit Mai nicht einfach fortschreiben, sagte Vorstand Paul Hagen. „Der Betriebsgewinn sollte aber dennoch im zweistelligen Prozentbereich zulegen“, bekräftigte er.

Trinkaus & Burkhardt beschränkt sich im Firmenkundengeschäft auf große Mittelständler mit mindestens 50 Mill. Euro Jahresumsatz. In diesem Bereich seien derzeit keine Probleme im Kreditgeschäft zu erkennen, sagte Hagen. Für eine Ausweitung der Geschäfte auf kleinere Unternehmen mit mindestens 20 Mill. Euro Umsatz sei es indes noch zu früh, sagte der Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter, Andreas Schmitz. Dies könne in drei bis fünf Jahren ein Thema werden.

Mit kleineren Privatkunden will Trinkaus & Burkhardt dagegen auf Dauer nicht ins Gespräch kommen. Die Übernahme der Norisbank durch die Deutsche Bank berühre das Privatkundengeschäft der Düsseldorfer HSBC-Tochter daher nicht, sagte Schmitz. Trinkaus & Burkhardt betreut Privatkunden mit einem verfügbaren Vermögen von mindestens 1 Mill. Euro.

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