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17.07.2008 
Bericht von US-Senatsausschuss

UBS als Helfer für Steuerflüchtige beschuldigt

Auf die Schweizer Großbank UBS kommen gewaltige Probleme zu: Sie wird im Bericht eines US-Senatsausschusses als Helfer für Steuerflüchtige angeprangert. Zu den Beschuldigten zählt auch die Liechtensteiner LGT-Bank. Nun drohen harte Strafen. Es geht um sehr viel Geld.

Dunkle Wolken über dem UBS-Logo in Zürich. Der Schweizer Großbank drohen in den Vereinigten Staaten gewaltige Probleme. Foto: apLupe

Dunkle Wolken über dem UBS-Logo in Zürich. Der Schweizer Großbank drohen in den Vereinigten Staaten gewaltige Probleme. Foto: ap

HB WASHINGTON/BERN. Solche Praktiken kosteten die amerikanischen Steuerzahler jährlich rund 100 Mrd. Dollar (63 Mrd. Euro). Die Banken in Steueroasen müssten deshalb härter angefasst werden.

Der 110-seitige Bericht des Mitarbeiterstabs des Senatsausschusses wurde mit Blick auf eine Anhörung verfasst, die am Donnerstag die Rolle von Banken bei der Steuerflucht aus den USA beleuchtet wird. Der Ausschussvorsitzende, der Demokrat Carl Levin, sagte bei der Vorstellung des Berichts in Washington, die Steuerfluchthäfen betrieben wirtschaftliche Kriegsführung gegen die USA auf Kosten der ehrlichen und hart arbeitenden amerikanischen Steuerzahler.

Der eiserne Ring des Bankgeheimnisses und die betrügerischen Praktiken der Banken ermutigten Steuerbetrüger, ihre Vermögen außerhalb der USA zu verstecken, kritisierte Levin. Der Kongress müsse harte Strafen gegen die Banken erlassen, die bei der Steuerhinterziehung behilflich seien, forderte der Senator.

Im Fall der LGT-Bank werden eine Reihe von konkreten Fällen ausgebreitet. Die Namen der Kunden stammen dabei zum Teil von jener Liste, die ein ehemaliger LGT-Mitarbeiter dem deutschen Bundesnachrichtendienst verkauft und die im Februar eine internationale Steueraffäre ausgelöst hatte.

In seinen Empfehlungen fordert der Bericht unter anderem, dass künftig die Banken gezwungen werden sollten, alle US-Kunden der amerikanischen Steuerbehörde zu melden. Die Verfasser des Berichts würdigten am Rande die Zusammenarbeit mit den Regierungen der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein.

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