Die UBS hat im zweiten Quartal 2008 weitere Abschreibungen von 5,1 Mrd. Franken (3,1 Mrd. Euro) auf ihre Investitionen im amerikanischen Kreditmarkt vornehmen müssen. Die Finanzkrise zog das Vermögensverwaltungsgeschäft der Schweizer Großbank in Mitleidenschaft und der Abfluss bei den verwalteten Vermögen nahm zu.
HB ZÜRICH. Die größte Schweizer Bank, die sich bisher als integrierte Bank darstellte und im Zuge der Kreditkrise Milliardenverluste erlitten hat, will nach Angaben vom Dienstag nun ihre drei Geschäftsbereiche neu als selbstständige Einheiten mit erweitertem operativen Entscheidungsspielraum und verstärkter Ergebnisverantwortung führen.
Während diese Entscheidung als erster Schritt für einen Verkauf des einen oder anderen Teils der Bank gesehen werden könnte, erklärte die Bank, UBS fördere die bereichsübergreifende Zusammenarbeit mit dem Ziel, die Ertragskraft des Konzerns zu maximieren.
Die Bank schlägt vier neue Verwaltungsräte vor. Finanzchef Marco Suter tritt per 1. September zurück.
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UBS hat im zweiten Quartal 2008 weitere Abschreibungen von 5,1 Mrd. Franken auf ihre Investitionen im amerikanischen Kreditmarkt vornehmen müssen und ist mit 358 Mill. Franken (221 Mill. Euro) auf einen Verlust in der erwarteten Größenordnung gekommen.
Die zwei Wealth-Management-Divisionen verzeichneten einen Netto-Geldabfluss von 17,3 Mrd. Franken (10,7 Mrd. Euro). Dazu kam ein Abfluss von 2,0 Mrd. Franken (1,2 Mrd. Euro) im Schweizer Geschäft. Der Bereich Global Asset Management kam auf einen Nettoabfluss von 24,5 Mrd. Franken (15,1 Mrd. Euro).
Die UBS hatte Anfang Juli zusammen mit einer Steuergutschrift von drei Mrd. Franken ein ausgeglichenes bis leicht negatives Ergebnis angekündigt. Von Reuters befragte Analysten hatten den Quartalsverlust auf 270 Mill. bis 280 Mill. Franken (167 bis 173 Mill. Euro) geschätzt.

