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20.01.2008 
Schweizer Investmentbank

UBS organisiert sich neu

von Oliver Stock

Die Schweizer Großbank UBS, die mit Milliardenabschreibungen in Europa zu den Banken zählt, die von der Finanzkrise besonders stark betroffen sind, will ihre illiquiden Wertschriften in eine neu zu schaffende Einheit ausgliedern, die sie Real Estate Workout Group nennt.

ZÜRICH. Dies geht aus einem Strategiepapier hervor, das die Bank am Freitag veröffentlich hat. Darin entwirft Bankchef Marcel Rohner einen Plan, wonach diese neue Einheit vor allem Wege finden soll, um die UBS von dem Risiko dieser Papier zu befreien und mögliche Verluste zu begrenzen. Rohner spricht von einem "geordneten Rückzug".

Die Neuorganisation trifft jenen Teil der Investmentbank, in dem die Zins- und Devisengeschäfte sowie der Rohstoffhandel abgewickelt wird. Die Umorganisation hat zum Ziel, dass auch dieser Teil der Bank intensiver mit dem Vermögensverwaltungsgeschäft zusammenarbeitet. So soll sich die Immobilienfinanzierung und die Entwicklung strukturierter Bankprodukte stärker an den Bedürfnissen der Vermögensverwaltung orientieren. Im Rohstoffhandel will sich die Bank aus Sektoren zurückziehen, wo sie gegenüber der Konkurrenz das Nachsehen hat, wie etwa im Handel mit einigen europäischen Energieprodukten. Die Bank hält an ihrer Einschätzung fest, dass die Umorganisation zu 1500 Stellen weniger führt. 1400 davon hat sie bereits gestrichen.

Mit der engeren Abstimmung zwischen Investmentbank und Vermögensverwaltung versucht die UBS vor der Generalversammlung Ende Februar Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, die eine Trennung zwischen den Bereichen fordern, weil sie der Meinung sind, dass das volatile Geschäft der Investmantbank die stabile Vermögensverwaltung immer wieder nach unten zieht und so dauerhaft den Wert der Bank beeinträchtigt.

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