Übernahmegefahr laut Müller gebannt: Commerzbank-Chef will weiter zukaufen

Übernahmegefahr laut Müller gebannt
Commerzbank-Chef will weiter zukaufen

Auch nach der milliardenschweren Übernahme der Eurohypo bleibt die Commerzbank auf Einkaufstour. „Wir werden weiter zukaufen“, sagte Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller der „Welt am Sonntag“. Er habe „zur Zeit zwei interessante Angebote aus dem In- und Ausland auf dem Tisch“.

HB FRANKFURT. Wie die Zeitung weiter berichtet, sieht Müller damit auch das Image der zweitgrößten deutschen Privatbank hinter Branchenprimus Deutsche Bank als Übernahmekandidat überwunden. „Ich sehe zur Zeit keine Gefahr einer Übernahme der Commerzbank“, zitierte das Blatt Müller.

Bis zu der 4,5 Mrd. Euro teuren Übernahme der Eurohypo war die Commerzbank von Analysten für zu klein gehalten und als ein Übernahmekandidat gehandelt worden. In der vergangenen Woche hatte Müller ein Interesse am Eurohypo-Konkurrenten Aareal Bank dementiert.

Zur Zeit arbeitet die Commerzbank an der Übernahme des Immobilienfinanzierers Eurohypo, die den Angaben zufolge bis Ende März abgeschlossen sein soll. Außerdem bestätigte die Commerzbank dem Blatt zufolge vor wenigen Tagen, dass sie ein Angebot für die zum Verkauf stehende Berliner Bank abgegeben habe. Finanziell sehe Müller das Institut auch für zusätzliche Zukäufe gerüstet. Die Bank habe wieder „eine vernünftige Ertragsstärke“ erreicht.

Die Rendite nach Steuern, die 2005 den Angaben zufolge bei gut acht Prozent lag, will Müller weiter verbessern. „Ich bin sicher, dass es uns gelingt, die Nachsteuerrendite im laufenden Jahr auf mehr als zehn Prozent zu steigern“, sagte er.

Wie die Zeitung unter Berufung auf Aufsichtsratskreise weiter berichtete, bahnt sich durch die Übernahme der Hypothekenbank Eurohypo auch eine Erweiterung des Commerzbank-Vorstands an. Demnach soll Eurohypo-Chef Bernd Knobloch zum 1. April in den Commerzbank-Vorstand einziehen. Offiziell werde der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 14. Februar über die Personalie entscheiden. Die Zustimmung des Aufsichtsrats zu der Personalie sei nur „Formsache“. Der Schritt war erwartet worden. Die Commerzbank wollte am Wochenende dazu keine Stellung nehmen.

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