Umbau im Privatkundengeschäft: Verdi wehrt sich gegen Filial-Schließungen bei der HVB

Umbau im Privatkundengeschäft
Verdi wehrt sich gegen Filial-Schließungen bei der HVB

Die Umstrukturierungspläne der Hypo-Vereinsbank stoßen auf Proteste der Gewerkschaft Verdi. Die Pläne sehen unter anderem massive Filial-Schließungen vor. Rund 300 Standorte sind betroffen – vor allem in Städten.
  • 1

FrankfurtDer Umbau im Privatkundengeschäft der Hypo-Vereinsbank stößt bei der Gewerkschaft Verdi auf Widerstand. Vorstandschef Theodor Weimer hatte in einem Interview Filialschließungen im großen Stil und eine neue Strategie angekündigt. „Wer mit der Abrissbirne arbeitet, gefährdet auch den Rest des Hauses“, warnte Verdi-Fachbereichsleiter Klaus Grünewald am Montag. Er sitzt auch im Aufsichtsrat der HVB. Dort habe Weimer das Konzept vor kurzem vorgestellt, es gebe aber noch Gesprächsbedarf, sagte Grünewald.

Auch bei Vertretern der Anteilseigner sei der Plan auf Skepsis gestoßen. Er mahnte zu einem vorsichtigeren Vorgehen: „Wenn sie auch nur hundert Filialen schließen, ist das irreversibel.“

Nach einem Bericht der „Welt am Sonntag“ will die HVB fast die Hälfte ihrer knapp 600 Filialen zumachen, in denen sie zwei Millionen Privatkunden betreut. Dem sollen rund 1600 Arbeitsplätze zum Opfer fallen. Grünewald und die Bank wollten sich nicht zu konkreten Zahlen äußern. In einem Flugblatt von Verdi wird auf die Zahlen aus dem Bericht Bezug genommen: Die dahintersteckende Strategie sei für Verdi völlig unklar.

„Diese Strategie zieht nicht nur einer immensen Zahl von Kolleginnen und Kollegen den Boden unter den Füßen weg, sondern ist auch für diejenigen riskant, die nicht direkt von dieser unternehmerischen Maßnahme betroffen sind.“ Nun rächten sich die mangelnden Investitionen der vergangenen Jahre. Die Gewerkschaft fordert, auf Kündigungen zu verzichten.

Seite 1:

Verdi wehrt sich gegen Filial-Schließungen bei der HVB

Seite 2:

Immer weniger Kundenkontakte in den Filialen

Kommentare zu " Umbau im Privatkundengeschäft: Verdi wehrt sich gegen Filial-Schließungen bei der HVB"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Dienstleister,
    wenn endlich kapieren die Bankvorstände, was ist eine Dienstleistung ??? Dazu gehöre nicht die Abzockerei, sondern ein transparentes Verhalten aller Mitarbeiter, nicht nur bei einer Bank, wie auch bei den Versicherungen.

    Darin liegt das Problem begraben. Dienstleistung ist ein ZU-gehen auf den Kunden und ihn ein glaubwürdiges und nachvollziehbares Produkt zu verkaufen.

    Sucht man ein Restaurant auf und man wird von einem Mitarbeiter nicht ordentlich bedient, da geht man nicht mehr hin.

    So ist es doch auch bei den Banken. Die Banken sollen doch nicht nur auf die Zahlen achten, sondern auch den Kunden betreuen und vernünftig beraten, was aus seinem Geld werden soll, was dieser im Alter benötige. Viele haben keine Millionen auf dem Konto liegen, damit sie unbeschwert in der Karibik ihren Urlaub verbringen können.

    Die Fälle von Lehman & Brothers zeigten das Gegenteil auf. Das ist nicht nur da so gewesen, auch mit der Deutschen Telekom wie auch der Neue Markt, zeigen doch konkret das Problem auf.

    So könnten doch manche Stellen nicht mit dem Radiergummi wegradiert werden, sondern die Mitarbeiter in den Filialen mehr Spielraum beim Entscheiden zugestehen und nicht nur bankinterne Produkte zu verkaufen.

    Das ist der Punkt, weshalb die Vorstände immer noch nicht kapiert haben, was eine Dienstleistung ist.

    Zahlen lesen kann jeder, ist einmal unterstellt. Ob das bei großen Unternehmen der Fall ist, wie z.Bsp. Praktiker, IVG etc. spielt hier einmal keine Rolle. Aber diese haben gezeigt, das Vorstände auch keine Zahlen lesen können. Die haben diese einfach ignoriert. Das Resultat kennt jeder. Wen man HIlfskräfte einstellt und dann noch mit "Zwanzig Prozent für Alles" nicht Pflanzen wirbt. Kann doch kein Unternehmen wachsen. Es vertrocknet, wie wenn das Wasser ausgeht. Da kann man gleich in die Wüste gehen. Da sollten einmal die Vorstände hingehen!!!!!!!!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%